Internet-Scherz
"Eierhaus" - CDU-Geschäftsstellen im Netz umbenannt

Auch in Hessen wurden Adressen der CDU auf Google Maps umbenant (Symbolbild) Foto: Thomas Banneyer/dpa
Auch in Hessen wurden Adressen der CDU auf Google Maps umbenant (Symbolbild) Foto
© Thomas Banneyer/dpa
Auf Google Maps können Adressen durch Änderungsvorschläge umbenannt werden. Die CDU hat nach einer Aktion von Unbekannten auch in Hessen alle Hände voll zu tun.

Von einer bundesweiten Aktion gegen die CDU beim Kartendienst Google Maps sind auch mehrere CDU-Geschäftsstellen in Hessen betroffen. So wurden einige Standorte der CDU von Unbekannten umbenannt - sie firmierten beispielsweise unter "Eierhaus" oder "Eierrat". Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über das großangelegte Namensdebakel berichtet.

Betroffen waren etwa Adressen der Kreisverbände in Fulda, in Limburg-Weilburg oder in Gießen. Der CDU Kreisverband Bergstraße in Heppenheim hieß zwischenzeitlich "CDU Eierhaus haha". 

"Eierfraktion" in Frankfurt

In Frankfurt war die Adresse der CDU-Fraktion im Römer am Donnerstagmorgen unbenannt in die "CDU Eierfraktion". Die Kreisgeschäftsstelle in der Innenstadt firmierte zwischenzeitlich unter "CDU Eierkocher Stadtbezirksverband Dornbusch-Eierhausen". 

"Wir korrigieren solche Änderungen unverzüglich, wenn wir davon Kenntnis erhalten", sagte der Frankfurter Kreisgeschäftsführer Thorsten Weber. Weitere Maßnahmen würden aktuell nicht in Erwägung gezogen werden.

 Nicht betroffen war zunächst die Parteizentrale der CDU Hessen in Wiesbaden. "Die Thematik ist bekannt und bei Bedarf unterstützt der Landesverband vor Ort", sagte ein Sprecher der CDU Hessen.

Hintergründe noch unbekannt 

Auch in anderen Teilen Deutschlands tauchte diese Form der "Umbenennung" auf. So erwischte es zum Beispiel auch die Hamburger CDU-Zentrale, die in der Adresszeile unter "CDU Eierhaus" firmierte.

Urheber und Hintergründe der Aktion sind offen. Medien stellten einen Zusammenhang her mit Protesten junger Leute gegen die Wehrpflicht. Bei einer Schüler-Demonstration gegen die Wehrpflicht Anfang März in Berlin hatte eine 18-Jähriger ein Plakat mit der Aufschrift: "Merz leck Eier" getragen. Die Polizei teilte anschließend mit, dass sie gegen den jungen Mann wegen Verdachts der Verleumdung von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz ermittelt. 

Google erklärte auf dpa-Anfrage, man sei bemüht, Google Maps so aktuell wie möglich zu halten und Nutzerinnen und Nutzern korrekte Informationen anzuzeigen. Fehlerhafte Informationen könnten mit Hilfe des Feedback-Buttons gemeldet werden.

dpa