Zehn Jahre Arbeit steckt im Werkverzeichnis der Zeichnungen von Max Beckmann (1884–1950). Das dreibändige, 450 Seiten starke Werk erscheint im Dezember im Münchner Hirmer-Verlag. Aus diesem Anlass zeigt das Frankfurter Städel-Museum ab kommendem Mittwoch (3. Dezember) eine Auswahl seiner Schwarz-Weiß-Arbeiten. Der expressionistische Künstler lebte von 1915 bis 1933 in Frankfurt.
"Das Städel Museum verfügt heute über einen der weltweit größten Bestände an Zeichnungen Max Beckmanns", erklärt Städel-Sprecherin Elisabeth Pallentin. Die Herausgeber des Werkverzeichnisses, Hedda Finke und Stephan von Wiese, hätten bei der Arbeit regelmäßig den Studiensaal des Museums genutzt.
Dass der Bestand so groß ist, liegt auch daran, dass das Städel 2021 Dauerleihgaben aus der Sammlung von Karin und Rüdiger Volhard erhielt. Für die Ausstellung kommen ergänzend Leihgaben internationaler Museen und privater Sammlungen dazu.
Mit der Veröffentlichung des Werkverzeichnisses werde eine zentrale Forschungslücke geschlossen, sagt Städel-Direktor Philipp Demandt. Die Zeichnungen seien der persönlichste Teil von Beckmanns Schaffen. Im Lauf seines Lebens entstanden mehr als 1.900 Zeichnungen in Feder, Kreide oder Bleistift. 80 davon sind bis März 2026 in der Graphischen Sammlung des Städel zu sehen.