Die Suche nach Vermissten in Seen oder Flüssen ist nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) grundsätzlich standardisiert. Es komme aber natürlich immer auch auf die Verhältnisse vor Ort an, sagte ein Sprecher. Nach einer Alarmierung würden zunächst alle verfügbaren Kräfte zusammengezogen. Diese könnten von der Landespolizei, der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr oder der DLRG sein.
Vor Ort gebe es dann mehrere Möglichkeiten, welche Mittel zum Einsatz kommen. Es könnten Menschenketten gebildet werden, die das Gebiet absuchen. Es gebe Boote, Sonargeräte, mit denen das Gewässer abgescannt werde, Unterwasserdrohnen und auch Wasserortungshunde, die auf Booten mitfahren und bellen, wenn sie etwas wittern. Dann könnten Taucher gezielt eingesetzt werden. Die Ausstattung sei aber nicht in allen Regionen gleich.
Bei den Einsätzen kommt es der DLRG zufolge immer auch auf die Tiefe des Gewässers und die Strömungsverhältnisse an. „Im Fluss kann man sehr schnell abgetrieben werden.“ Die Szenarien würden regelmäßig trainiert, auch organisationsübergreifend.