Obstanbau
Süße Ockstädter Kirschen starten in die Saison

Die Kirschenbauern in Friedberg-Ockstadt hoffen auf eine gute Saison. (Symbolbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
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Bald gibt es wieder saftige Kirschen an Verkaufsständen und auf dem Markt zu kaufen. Was die Bauern aus dem Anbaugebiet in der Wetterau zu Saison und Verkaufspreisen sagen.

Erst Regen und dann viel Sonne und Wärme - nach günstigen Witterungsbedingungen während der Reifezeit hoffen die Kirschenbauern in Friedberg-Ockstadt in der Wetterau auf eine gute Saison. Um Fronleichnam am 4. Juni dürfte es mit der Ernte früher Sorten wie „Bellise“ losgehen, sagte der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins 1889 Ockstadt, Florian Hess, der Deutschen Presse-Agentur.

Bis etwa Ende Juli oder spätestens Mitte August bieten die Kirschenbauern die süßen und saftigen Früchte dann wieder an Verkaufsständen, auf Märkten oder in Hofläden an. Theoretisch wäre auch eine längere Erntezeit bis in den September hinein dank später Sorten wie der Knorpelkirsche „Regina“ möglich, doch lasse die Nachfrage im Laufe des Sommers erfahrungsgemäß allmählich nach, sagte Hess. Hinzu komme in diesem Jahr der frühe Sommerferienbeginn bereits am 29. Juni - ein Teil der potenziellen Kunden dürfte also während der Saison verreist sein.

Verkaufspreis mindestens stabil

Die Verkaufspreise der Kirschen lassen sich laut Hess noch nicht exakt abschätzen, doch erwartet er angesichts von Kostensteigerungen für die Erzeuger - von Diesel über Dünger bis hin zum höheren Mindestlohn - Preise mindestens auf dem Niveau des Vorjahres. Rund zehn Euro habe im vergangenen Jahr ein Kilogramm Ockstädter Kirschen gekostet, zum Saisonende seien es etwa acht Euro gewesen.

Ein wichtiger Einflussfaktor für die Ernte ist die Witterung - neben potenziellen Hagelereignissen zu Beginn könne die Trockenheit in der späteren Phase zum Problem werden. Aber auch Schädlinge bereiten den Kirschenbauern immer wieder Kopfzerbrechen. In diesem Jahr habe man bereits mit Blattläusen zu tun, aber auch Kirschfrucht- und Kirschessigfliege machen immer wieder Ärger - hier beklagte Hess eine aus seiner Sicht zu restriktive Zulassungspraxis für Mittel zur Schädlingsbekämpfung. 

Früher waren in dem Friedberger Ortsteil einmal rund 40 Betriebe im Kirschenanbau aktiv, heute seien es weniger, sagt Hess. Sie alle betreiben den Anbau der Früchte nur als einen von mehreren Erwerbszweigen. Bei der Ernte werden die Betriebe nach Hess' Schätzung von mehr als 100 Erntehelfern unterstützt.

dpa