Protest Räumung von Protestcamp kostet mehr als 220.000 Euro

Im Zuge des Protestcamps wurden rund 50 Vergehen registriert. (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa
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© Boris Roessler/dpa
Bäume sollen für den Kiesabbau weg. Aktivisten protestieren Monate dagegen. Die Auflösung ihres Camps ist kostspielig.

Die Räumung des illegalen Protestcamps am Langener Waldsee im November hat nach vorläufigen Schätzungen mehr als 220.000 Euro gekostet. "Es liegen bislang teilweise nur Kostenvoranschläge vor", heißt es in einer Antwort von Innenminister Roman Poseck (CDU) auf eine Kleine Anfrage der FDP. Rechne man alles zusammen, komme man auf die Summe von mehr als 220.000 Euro. "Zu Beginn der Haupteinsatzphase, am 12. November 2025, wurden täglich Einsatzkräfte im mittleren dreistelligen Bereich in die Maßnahme eingebunden."

Vom Sommer 2024 bis zum 19. November 2025 seien 52 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten bekanntgeworden. Darunter waren nach der Antwort des Ministers unter anderem die Aufforderung zu Straftaten, widerrechtliches Eindringen, Sachbeschädigung, Nötigung oder Brandstiftung.

Die Beamten räumten das Gelände und holten Besetzer von Baumhäusern. Seit dem Sommer 2024 besetzen Aktivisten das Gebiet, um Bäume am Langener Waldsee vor der Rodung zu schützen. Sie argumentierten, dass der Wald geopfert werde, um Kies abzubauen.

dpa