Illegale Beschäftigung
Millionenschaden durch Schwarzarbeit - 2.287 Strafverfahren

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte über 600 Arbeitergeber in MV. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte über 600 Arbeitergeber in MV. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Durch Schwarzarbeit gehen den Sozialversicherungen jährlich hohe Summen verloren. Der Zoll kontrollierte in MV auch im vorigen Jahr hunderte Arbeitgeber und deckte dabei zahlreiche Verstöße auf.

Die Gerichte in Mecklenburg-Vorpommern haben aufgrund von Strafanzeigen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Stralsund im vergangenen Jahr Geldstrafen in Höhe von rund 711.000 Euro verhängt. Zudem seien gegen Beschuldigte Freiheitsstrafen von insgesamt 191 Monaten ausgesprochen worden, wie das Hauptzollamt in seiner Jahresbilanz der FKS mitteilte. Bei den Überprüfungen wurde den Angaben zufolge eine Gesamtschadenssumme an vorenthaltenen beziehungsweise veruntreuten Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von über 17,3 Millionen Euro ermittelt.

"Durch ihr konstantes Engagement konnten die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Stralsund auch im vergangenen Jahr den Druck auf nicht gesetzeskonform handelnde Unternehmen und Beschäftigte erhöhen und Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug aufdecken", sagte der Leiter des Hauptzollamtes Stralsund Kay Noffke. 2025 seien 902 Ordnungswidrigkeiten (2024: 759) und 2.287 Strafverfahren (2024: 2.375) eingeleitet worden.

Die 175 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüften der Bilanz zufolge im vorigen Jahr 619 Arbeitgeber (2024: 446) und zusätzlich 6.722 Personen (2024: 6.102) hinsichtlich ihrer Beschäftigungsverhältnisse. Auch 2025 habe es bundesweite und regionale Schwerpunktprüfungen gegeben, darunter im Baugewerbe, im Hotel- und Gaststättengewerbe, sowie im Taxi- und Mietwagengewerbe. Bundesweit wurden im Vorjahr 25.765 Arbeitgeber überprüft.

dpa