Bundeskartellamt
Cosco darf Mehrheit an Hamburger Spedition Zippel übernehmen

Die chinesische Staatsreederei Cosco darf 80 Prozent der Hamburger Spedition Konrad Zippel übernehmen. (Archivbild) Foto: Marcus
Die chinesische Staatsreederei Cosco darf 80 Prozent der Hamburger Spedition Konrad Zippel übernehmen. (Archivbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht: Cosco übernimmt 80 Prozent an der Spedition Konrad Zippel. Warum der Zusammenschluss aus Sicht der Wettbewerbshüter unbedenklich ist.

Die chinesische Staatsreederei Cosco darf 80 Prozent der Hamburger Spedition Konrad Zippel übernehmen. "Aus wettbewerblicher Sicht bestehen gegen das Vorhaben keine Bedenken", erklärte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Bei der Fusionskontrolle nicht betrachtet worden seien außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte.

Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs

"Cosco transportiert im Wesentlichen Container auf dem Seeweg, während Zippel den Weitertransport der Container von den Seehäfen ins Binnenland organisiert", sagte Mundt. Die Unternehmen seien damit auf unterschiedlichen Ebenen der Transportkette tätig und stünden nicht in unmittelbarem Wettbewerb zueinander. Die 1876 gegründete Spedition Zippel hat rund 350 Beschäftigte.

Cosco, viertgrößte Reederei der Welt, ist bereits über eine Minderheitsbeteiligung von 24,99 Prozent an der Betreibergesellschaft des HHLA-Container-Terminals Tollerort im Hamburger Hafen präsent. Zippel wiederum ist spezialisiert auf Containertransporte zwischen dem Seehafen und dem Binnenland. Die sogenannten Hinterlandverkehre werden häufig auch in Kombination mit der Bahn abgewickelt.

Bundeskartellamt: Keine Beeinträchtigungen zu erwarten

In den Häfen Hamburg und Bremerhaven seien 2024 mehr als 12 Millionen Standardcontainer umgeschlagen worden. "Zippel bewegte im Hinterlandverkehr dieser Häfen nur einen Bruchteil dieser Ladung, überwiegend per Bahn", erklärte das Bundeskartellamt. Es sei also nicht zu erwarten, dass die Fusion den Zugang anderer Reedereien zu Speditionsdienstleistungen oder den Zugang anderer Spediteure zu Reedereikunden spürbar beeinträchtigt.

dpa