Bei frostigen Temperaturen müssen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern am Montag weitgehend auf Bus und Tram verzichten. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um ihren Forderungen im aktuellen Tarifstreit Nachdruck zu verleihen.
Ein weiterer Warnstreik ist am Morgen auf der Schiene angekündigt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rief im Tarifstreit mit dem privaten Betreiber Regio Infra Nord-Ost von 7.00 Uhr bis 9.30 Uhr zum Ausstand auf, wie ein EVG-Sprecher mitteilte. Betroffen seien in MV möglicherweise die RB 15 Waren (Müritz) - Malchow - Plau am See von der ODEG und die RB 16 Neustrelitz - Mirow von der Hanseatischen Eisenbahn (HANS).
Busse landesweit betroffen
Vom Verdi-Warnstreik betroffen sind den Angaben zufolge die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP), der Nahverkehr Schwerin (NVS), Nahbus Nordwestmecklenburg, die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), Rebus Regionalbus Rostock, Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG), Verkehrsbetrieb Greifswald (VBG), Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) und die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR).
Vereinzelt Ersatzfahrpläne eingerichtet
In Schwerin wird nach Angaben der NVS der komplette Nahverkehr eingestellt. Im Rostocker Stadtgebiet entfallen der RSAG zufolge neben dem ÖPNV auf der Straße auch die Fahrten mit der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof. In Nordwestmecklenburg soll der Verkehr laut Nahbus nach dem Samstagsfahrplan laufen, Schulbusse verkehren demnach nicht. Im Landkreis Rostock gilt den Angaben zufolge ein Ersatzfahrplan.
In einigen Regionen können Fahrgäste den Verkehrsunternehmen zufolge auf Rufbusse ausweichen, etwa in den Landkreisen Rostock und Nordwestmecklenburg. Wegen begrenzter Kapazitäten könne es aber zu Engpässen kommen. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim fallen nach Angaben der VLP neben dem Linienverkehr auch bereits gebuchte Rufbusse aus.
Findet der Schulunterricht statt?
Mit Blick auf den Warnstreik weist das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern darauf hin, dass die Schulen am Montag grundsätzlich geöffnet seien. Schülerinnen und Schüler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, um zur Schule zu kommen, könnten aber für Montag vom Unterricht abgemeldet werden.