Teuerung
Jahr startet mit geringer Teuerung in MV

Obst war im Januar in MV im Schnitt deutlich teurer als vor einem Jahr, Gemüsepreise stiegen nur leicht. (Symbolbild) Foto: Marc
Obst war im Januar in MV im Schnitt deutlich teurer als vor einem Jahr, Gemüsepreise stiegen nur leicht. (Symbolbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Gute Nachrichten für Verbraucher: Die Preise sind weiter in nur geringem Maße gestiegen. Manches ist sogar günstiger als vor einem Jahr.

Die Verbraucherpreise in Mecklenburg-Vorpommern sind auch im Januar langsamer gestiegen als bundesweit. Während das Statistische Amt für den Nordosten eine Inflationsrate von 1,6 Prozent ermittelte, lag das Preisniveau in Deutschland insgesamt 2,1 Prozent höher als im Januar 2025. So stiegen die Lebensmittelpreise in MV mit plus 1,4 Prozent weniger stark als im Bundesdurchschnitt (plus 2,1 Prozent). 

Die Verbraucherpreise stiegen bereits in den Jahren 2024 und 2025 in MV weniger stark als in Deutschland insgesamt. Die Inflationsrate betrug im Jahresverlauf 2025 im Schnitt 1,8 Prozent, wie das Statistische Amt des Landes berichtet. Bundesweit lag sie dem Statistischen Bundesamt zufolge bei 2,2 Prozent. Im Jahr davor lag die Teuerungsrate in MV bei 2,0 Prozent und bundesweit bei 2,2 Prozent.

Fleisch und Wurst zuletzt spürbar teurer

Spürbar teurer als vor einem Jahr waren in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt Fleisch und Wurst, wofür im Januar im Schnitt 4,2 Prozent mehr auf den Ladentisch gelegt werden mussten. Obst verteuerte sich nach Angaben des Statistischen Amtes MV um 5,0 Prozent, Gemüse hingegen nur um 0,8 Prozent. 

Entlastung gibt es auch bei den Energiekosten. Für Strom musste dem Amt in Schwerin zufolge im Januar 8,2 Prozent weniger bezahlt werden als im Januar 2025. Die Kosten für Gas verringerten sich um 2,1 Prozent. Auch Kraftstoff war trotz erhöhter CO2-Abgabe 0,3 Prozent günstiger als vor einem Jahr.

Inflation von zwei Prozent gilt als Preisstabilität

Nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel könnte die Inflationsrate in Deutschland für einige Monate unter die Marke von zwei Prozent rutschen. Dennoch spricht aus Sicht von Ökonomen viel dafür, dass die Teuerung im Gesamtjahr 2026 knapp über zwei Prozent liegen wird. 

Dafür dürfte auch die jüngste Mindestlohnerhöhung sorgen. Denn viele Unternehmen geben gestiegene Kosten an ihre Kundschaft weiter. Gedämpft wird die Inflation hingegen vom starken Euro, der Importe nach Deutschland verbilligt. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum insgesamt ein stabiles Preisniveau bei mittelfristig 2,0 Prozent Inflation an.

dpa