Zuschuss Zahl der Wohngeldempfänger in MV leicht gesunken

Vor allem ältere Menschen erhalten in MV Wohngeld. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
Vor allem ältere Menschen erhalten in MV Wohngeld. (Symbolbild) Foto
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Zehntausende Haushalte im Nordosten beziehen Wohngeld. Fast 70 Prozent von ihnen wohnen allein.

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Wohngeld in Mecklenburg-Vorpommern ist 2024 leicht gesunken. Landesweit bezogen knapp 45.000 Haushalte zum Stichtag 31. Dezember 2024 Wohngeld, wie das Statistische Landesamt in Schwerin mitteilte. Das waren demnach rund 1.400 Haushalte und damit drei Prozent weniger als im Vorjahr. Insgesamt erhielten demnach rund 5,5 Prozent aller 813.000 Haushalte in MV Wohngeld. 

Die meisten der Wohngeldhaushalte waren den Statistikern zufolge Ein-Personen-Haushalte (67,6 Prozent), gefolgt von Zwei-Personen-Haushalten (16,9 Prozent). Im Schnitt lag der monatliche Wohngeldanspruch demnach bei 213 Euro, 2023 lag der Anspruch bei 202 Euro.

Vor allem ältere Menschen

Zwei Drittel der Wohngeldempfänger waren zum Stichtag demnach Rentner und Pensionäre (66,5 Prozent). Ein Viertel waren Arbeitnehmer und Beamte (24,8 Prozent). Studierende und Auszubildende machten einen Anteil von 1,6 Prozent aus. Insgesamt sei jeder vierte Wohngeldempfänger erwerbstätig gewesen (25,5 Prozent), arbeitslos waren 4,4 Prozent.

Auch Hauseigentümer unter Empfängern

Wohngeld können Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen erhalten, die keine Sozialleistungen beziehen. Die Höhe hängt nicht nur vom Einkommen, sondern auch von Miete, Haushaltsgröße und Wohnort ab. Auch Wohnungs- und Hauseigentümer können Wohngeld bekommen: 2024 hätten das in MV knapp 4.000 von ihnen getan.

Seit 2023 haben wegen der Wohngeldreform mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld. Zudem waren die Zahlungen erhöht worden. 2022 lag der Anspruch noch bei 141 Euro pro Haushalt. Die Zahl der Empfänger hatte sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt.

dpa

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