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Nach Wohngeldreform Zahl der Hilfsempfänger verdoppelt sich bundesweit

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Wohngeldempfänger in Deutschland fast verdoppelt. Diese Entwicklung ist vor allem einer Reform der Hilfszahlungen vom Anfang 2009 geschuldet.

Nach der Wohngeldreform ist die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte gestiegen. 860 000 Haushalte - gut 47 Prozent mehr - erhielten im vergangenen Jahr Zuschüsse zur Miete, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Damit erhalten 2,1 Prozent aller privaten Haushalte in Deutschland Wohngeld (plus 0,6 Prozentpunkte). Der Anspruch liegt im Durchschnitt bei 125 Euro pro Monat. In den neuen Bundesländern sind fast doppelt so viele Haushalte auf das Geld angewiesen wie in den alten.

Rund 1,56 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so viel wie 2008 haben Bund und Länder - je zur Hälfte - an Zuschüssen für einkommensschwächere Haushalte gewährt. Mehr als jeder zweite Wohngeldempfänger lebt allein, in fast jedem vierten Haushalt wohnen mindestens vier Menschen.

Zu den 860 000 Haushalten kommen noch 144 000 Haushalte, in denen Empfänger von anderen staatlichen Leistungen, die nicht selbst wohngeldberechtigt sind, mit Menschen zusammen leben, die wohngeldberechtigt sind. Das waren fast dreimal so viele wie 2008.

Am häufigsten sind die privaten Haushalte in Mecklenburg- Vorpommern (4,5 Prozent) sowie Sachsen (3,7 Prozent) auf Wohngeld angewiesen. Am seltensten nehmen es die Bayern (1,4 Prozent) und Hessen (1,5 Prozent) in Anspruch. 90 Prozent der Empfängerhaushalte erhielten das Wohngeld als Mietzuschuss, der Rest bekam einen Zuschuss zu seinen Zinsen oder zu den Bewirtschaftungskosten seines Eigentums.

DPA/DAPD DPA

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