Bundeswehr
Heimatschutz wird wichtiger - Reservisten bei Großübung

Kettenfahrzeuge der Panzergrenadierbrigade 37 bei einer Heimatschutzübung zur Bahnentladung am Truppenübungsplatz. Foto: Julian
Kettenfahrzeuge der Panzergrenadierbrigade 37 bei einer Heimatschutzübung zur Bahnentladung am Truppenübungsplatz. Foto
© Julian Stratenschulte/dpa

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Die Aufgabe von Heimatschützern wird in politisch unruhigen Zeiten immer wichtiger. Vor allem Reservisten üben in mehreren Bundesländern, wie Infrastruktur im Notfall gesichert werden muss.

Mehr als 600 Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzdivision trainieren in diesen Tagen an mehreren Standorten in Niedersachsen, Bayern und Hessen. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen sicherten sie heute die Entladung von Kettenfahrzeugen der Panzergrenadierbrigade 37. Der Großteil der beteiligen Soldatinnen und Soldaten sind Reservedienstleistende. 

Die Bundeswehr stellte im vergangenen Jahr eine neue Division für den Heimatschutz in Deutschland auf. Die Division ist der vierte Großverband des Heeres.

Die Soldaten der Heimatschutzdivision – zunächst insgesamt etwa 6.000 Männer und Frauen – sollen Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Brücken, Bahnlinien und Energieanlagen schützen, einen Truppenaufmarsch Verbündeter absichern und Amtshilfe bei Katastrophen leisten können.

Heimatschutz wird wichtiger

Wegen der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat der Heimatschutz mehr Bedeutung bekommen und soll insgesamt verstärkt werden.

Die Heimatschutzkräfte wurden bisher von den Landeskommandos der 16 Bundesländer geführt. Inzwischen gibt es sechs Heimatschutzregimenter als Teil der neuen Division. Sie wird geführt von Kommandeur Generalmajor Andreas Henne.

In Friedenszeiten unterstützten Heimatschützer andere Einheiten der Bundeswehr bei Sicherungsaufgaben, der Objektsicherung und logistischen Abläufen. Sie helfen auch bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder schweren Unfällen.

dpa