Niedersachsen und Bremen Gefährliche Eisflächen – Städte warnen vor Lebensgefahr

Gefrorene Gewässer sind für viele Menschen reizvoll, könnten aber sehr gefährlich werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Gefrorene Gewässer sind für viele Menschen reizvoll, könnten aber sehr gefährlich werden. Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Glitzernde Eisflächen locken – doch ein Schritt kann zur tödlichen Falle werden. Warum Eltern jetzt besonders auf ihre Kinder und bestimmte Flaggen achten sollten.

Das Betreten zugefrorener Gewässer ist derzeit vielerorts lebensgefährlich. Darauf verweisen zahlreiche Städte in Niedersachsen und Bremen. So warnt die Stadtverwaltung Hannover vor dem Betreten des Maschsees. Auch in Oldenburg haben sich noch keine tragfähigen Eisstärken gebildet, wie ein Stadtsprecher auf dpa-Nachfrage schreibt. Die Verwaltung warne vor dem Betreten von Eisflächen. 

Ähnliches kommt aus Osnabrück. Eisflächen sollten auf keinen Fall betreten werden, teilt ein Stadtsprecher mit. "Es besteht Lebensgefahr!" Auch eine Sprecherin des Bremer Umweltressorts warnt davor, auf gefrorene Gewässer zu gehen.

Grund für die Warnungen ist, dass der menschliche Körper bei einem Einbruch ins sehr kalte Wasser extrem schnell auskühlt. Die betroffene Person wird dadurch in kurzer Zeit bewegungsunfähig und droht zu ertrinken. Erwachsene sollten Kinder auf die Gefahren aufmerksam machen, hieß es etwa von einer Sprecherin der Stadt Hannover

Nur wenn die Eisschicht sehr dick ist, ist das Betreten sicher. Beim Maschsee in Hannover ist das nach Angaben der Stadt bei einer durchgehenden Stärke von mindestens 13 Zentimetern der Fall. Dann könne das Eis auf dem Maschsee zum Betreten freigegeben werden - signalisiert durch das Hissen der rot-weißen Stadtflagge (mit Stadtwappen) am Nord- und Südufer.

Auch andere Städte können Eisflächen freigeben

Auch in anderen Städten gibt es Gewässer, die freigegeben werden, sobald sich eine tragfähige geschlossene Eisdecke gebildet hat. So prüft die Stadt Braunschweig den nördlichen Bereich des Südsees und gibt die Eisfläche bei ausreichender Sicherheit zum Eissport auf eigene Gefahr frei. Sichtbar ist die Freigabe durch blaue Flaggen mit einem gelben Schlittschuhläufer. Wenn die blauen Flaggen nicht gehisst sind, ist das Betreten verboten, schreibt die Stadt.

In Braunschweig gibt es auch einen Teich, der im Winter nur wenig Wasser hat, den Kreuzteich in Riddagshausen. Das Betreten der Eisfläche geschieht dort auf eigene Gefahr, wie ein Stadtsprecher mitteilt. Die Menschen sollten sehr vorsichtig sein.

dpa

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