Nach der vierten Niederlage in Serie hat Fortuna Düsseldorfs Sportvorstand Sven Mislintat ein klares Bekenntnis zu Trainer Markus Anfang vermieden. "Es ist eine ganz schwierige Situation. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Abläufe kommen, die wir nicht mehr korrigieren können. Es ist einfach ganz wichtig, dass wir jetzt jeden Stein umdrehen", sagte Mislintat nach dem 1:2 gegen Holstein Kiel beim Pay-TV-Sender Sky. Die Fortuna steht nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz.
Nach den vergangenen Pleiten hatte Mislintant Coach Anfang, der nach dem Aus von Daniel Thioune in dieser Saison bereits der zweite Trainer an der Seitenlinie der Düsseldorfer ist, immer wieder den Rücken gestärkt. "Es gibt absolute Gründe dafür, dass wir das so entschieden haben und dass das auch so bleiben kann. Aber wir haben auch vier Spiele verloren und das gilt es vernünftig anzuschauen", erklärte der 53-Jährige nun.
Mislintat: Ergebnisoffene Diskussion ohne Tendenz
Zugleich stellte Mislintat klar: "Das ist übrigens keinerlei Tendenz. Es geht jetzt darum, wie reagieren wir darauf, wie geht jeder mit dem Druck um? Können wir damit gut umgehen? Können wir damit weniger gut umgehen? Was sind die Impulse, die wir brauchen? Und dann ist es unsere Pflicht, das einmal ergebnisoffen zu diskutieren." Vor der Partie hatte er betont, dass es kein "Endspiel" sei und es viele gute Gründe gebe, dass Anfang das Spiel mache.
Anfang betonte angesprochen auf seine Zukunft: "Im Fußball wird ja immer der Trainer danach gefragt. Ich kann da am Ende des Tages wenig zu sagen. Ich kann nur eins sagen: Wir haben alles dafür getan, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Wir haben uns nicht versteckt, ganz im Gegenteil. Wir haben trotz der ganzen Rückschläge den Ausgleichstreffer gemacht und wir haben auch weiter auf das 2:1 gespielt. Mehr kann ich dazu nicht sagen."