Bahnverkehr
Bahn: Generalsanierung Köln-Hagen liegt im Zeitplan

800 Meter lang ist der Spezialzug, der das Gleisbett erneuert. Foto: Henning Kaiser/dpa
800 Meter lang ist der Spezialzug, der das Gleisbett erneuert. Foto
© Henning Kaiser/dpa
Während es bei der Bahn zwischen Berlin und Hamburg hakt, liegt die größte Generalsanierung in NRW im Plan. Zwischen Köln und Hagen wird die Strecke erneuert - mit teils riesigen Maschinen.

Die Generalsanierung der Zugstrecke von Köln über Wuppertal nach Hagen kommt nach Angaben der Bahn gut voran. "Wir liegen aktuell im Zeitplan", sagte Projektleiter Arno Jaeger. Die für den Fern- und Regionalverkehr wichtige Strecke wird noch bis zum 10. Juli saniert und ist in dieser Zeit weitgehend gesperrt. Fernzüge etwa von Köln nach Berlin oder Hamburg werden umgeleitet, im Regionalverkehr müssen Pendler auf Ersatzbusse ausweichen.

Entlang der Strecke werde an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet, sagte Jaeger. Bei Leichlingen erneuert gerade ein rund 800 Meter langer Spezialzug das Gleisbett. Dafür werden die Gleise angehoben und der Schotter darunter gereinigt und teilweise erneuert.

An anderen Stellen würden derzeit Weichen erneuert, Bahnschwellen saniert und Schallschutzwände errichtet. Insgesamt will die Bahn während der gut fünfmonatigen Bauphase 81 Kilometer Gleise austauschen, 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung erneuern. Außerdem werden Schallschutzwände gebaut und 12 Bahnhöfe saniert.

Verspätungen sollen deutlich reduziert werden

Nach Abschluss der Generalsanierung soll die von Fern-, Regional- und Güterzügen stark befahrene Strecke zwischen Köln und Hagen "verlässlicher und leistungsfähiger" werden, verspricht die Bahn. Störungen und Verspätungen sollen sich "deutlich reduzieren".

Zuletzt war es bei der Generalsanierung der Strecke zwischen Berlin und Hamburg zu Verzögerungen gekommen. Nach aktuellen Plänen der Bahn soll die Strecke dort am 14. Juni wieder vollständig in Betrieb gehen - sechs Wochen später als ursprünglich geplant.

dpa

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