Auch die Kölner Bevölkerung hat grünes Licht für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gegeben. Nach der Auszählung aller 141 Bezirke bis 03.01 Uhr votierten 57,39 Prozent im Bürgerentscheid mit Ja. Das ist das knappste Ergebnis aller Städte. Köln soll als "Leading City" unter anderem ein temporäres Leichtathletikstadion und das Athletendorf beherbergen.
In 15 weiteren Kommunen - in denen die letzten Ergebnisse gegen 22.30 Uhr vorlagen - sprach sich jeweils eine Mehrheit erfolgreich für die Bewerbung aus. In Herten lag der Ja-Anteil zwar bei mehr als 70 Prozent, das notwendige Quorum wurde jedoch verfehlt. Damit scheidet Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, vollständig aus der NRW-Bewerbung aus. Es soll aber ein Ersatzkonzept geben.
Konkurrenz aus München, Hamburg und Berlin
Insgesamt hatten 17 Kommunen an Rhein und Ruhr per Bürgerentscheid darüber abgestimmt, ob sie sich an der Bewerbung "KölnRheinRuhr" für die Austragung Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen wollen. Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte hatten die Möglichkeit, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Insgesamt beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen an der Abstimmung, das ist rund ein Drittel der Teilnahmeberechtigten.
Die Zustimmung zur Bewerbung ist aber noch keine Entscheidung für Sommerspiele in NRW. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. Münchens Projekt hatte schon im Herbst des Vorjahres eine unerwartet deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit (66,4 Prozent) bei einem Bürgerentscheid erzielt und die Konkurrenz unter Druck gesetzt.