Bei Menschen über 80 Jahren ist Demenz in Nordrhein-Westfalen die häufigste Todesursache. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes starb in dieser Altersgruppe im Jahr 2024 fast jeder Zehnte (9,6 Prozent) an einer Demenz. Zwei Drittel davon waren Frauen. Das durchschnittliche Sterbealter der Demenzkranken lag bei 88 Jahren und damit deutlich über dem Durchschnitt (79 Jahre).
Regional zeigten sich deutliche Unterschiede: Die niedrigste demenzbedingte Sterberate wurde mit 53 Todesfällen je 100.000 Einwohner in Gelsenkirchen registriert, die höchste mit 116 im Ennepe-Ruhr-Kreis. Landesweit lag die Rate bei 78. Die Daten basieren auf den Todesbescheinigungen der Gesundheitsämter.
Der Anteil der Todesfälle durch Demenz nimmt seit rund 20 Jahren stetig zu - mit Ausnahme eines leichten Rückgangs während der Corona-Jahre. Die Statistiker führen dies auf verbesserte Diagnosemöglichkeiten und die allgemeine Bekanntheit der Erkrankung zurück. Dies trage dazu bei, dass Demenz häufiger als Todesursache erkannt und vermerkt werde.