Nahverkehr fällt aus ADAC: Am Warnstreiktag im Nahverkehr frühzeitig losfahren

Viele kommunalen Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Busse und Bahnen bleiben im Depot. Foto: Henning Kaiser/dpa
Viele kommunalen Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Busse und Bahnen bleiben im Depot. Foto
© Henning Kaiser/dpa
Die Schranken bleiben unten. Busse und Bahnen stehen den ganzen Tag in den Depots. Wer das Auto nehmen muss, kann in den Städten auf volle Straßen stoßen.

Wer angesichts des Warnstreiks im Nahverkehr mit dem Auto zur Arbeit oder die Kinder zur Schule fahren will, sollte nach Einschätzung des ADAC frühzeitig losfahren. "Auf den Hauptstrecken wird es zur Rushhour noch voller werden", sagte ein Sprecher im Vorfeld. Fahrten zu Stoßzeiten zwischen 7 und 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Auch lohne es sich, vor dem Start über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. 

Aktuelle Verkehrslage

Am frühen Montagmorgen gab es keine größeren Staus in Nordrhein-Westfalen, wie aus einer Übersicht des Verkehrsministeriums im Internet hervorgeht. 

Wie stark sich der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf die Verkehrslage auswirken wird, hängt laut ADAC entscheidend davon ab, wie viele Arbeitnehmer sich auf den Streik einstellen und gegebenenfalls auch im Homeoffice arbeiten können. Erfahrungsgemäß arbeiten etliche Arbeitnehmer an solchen Tagen in Absprache mit dem Arbeitgeber von zu Hause aus. Allerdings sind nicht nur Arbeitnehmer von den Warnstreiks betroffen. 

Schulpflicht besteht

Das NRW-Schulministerium hat auf die Schulpflicht hingewiesen. "Bei im Vorfeld angekündigten Ereignissen wie einem Streik des öffentlichen Nahverkehrs besteht die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht auch weiterhin", hatte das Ministerium auf der Plattform Facebook erklärt. Eltern müssten deshalb dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder zur Schule kommen. Sollte einer Schülerin oder einem Schüler der Schulweg im Einzelfall nicht zumutbar sein, handele es sich um entschuldigte Fehlzeiten, hieß es.

Wo wird gestreikt?

Millionen Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen müssen sich eine Alternative zu den vielerorts ausfallenden Bussen und Stadtbahnen suchen. Nahezu alle großen kommunalen Nahverkehrsbetriebe in NRW wie KVB (Köln), Rheinbahn (Düsseldorf), DSW21 (Dortmund) oder etwa der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster werden bestreikt. S-Bahnen und Regionalzüge sind hingegen nicht von den Warnstreiks betroffen.

dpa

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