In Nordrhein-Westfalen legen in diesem Jahr einmalig nur rund 30.000 Schülerinnen und Schüler ihr Abitur ab. Das sind 48.000 weniger als im vergangenen Jahr, wie das Schulministerium mitteilte. 2025 nahmen rund 78.000 junge Menschen an den Abiturprüfungen teil.
Grund für die geringe Zahl an Abiturientinnen und Abiturienten in diesem Jahr ist die Rückkehr von der achtjährigen Gymnasialzeit (G8) zu neun Jahren (G9) an den meisten Gymnasien in NRW. Der letzte G8-Jahrgang hatte 2025 das Abitur abgelegt. Der nachfolgende Jahrgang ist bereits im G9-Modus und macht erst 2027 Abitur. Dann werde die Zahl der Abiturienten an allen Schulformen voraussichtlich wieder auf rund 70.500 steigen, so das Ministerium.
Prüfungen beginnen Mitte April
Die schriftlichen Abiturprüfungen in NRW beginnen nach dem Ende der Osterferien am 16. April. Zunächst starten rund 22. 000 Abiturienten an 494 öffentlichen und privaten Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen. Für etwa 8.000 junge Menschen an den 231 Berufskollegs in NRW beginnen die Abiprüfungen am 22. April.
Bei der Auswahl der Prüfungsaufgaben beteiligt sich NRW seit 2017 am gemeinsamen Aufgabenpool der Länder. Dies gilt für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch sowie seit 2025 auch für Biologie, Chemie und Physik. Der gemeinsame Aufgabenpool soll die Vergleichbarkeit und Qualität der Abiturprüfungen bundesweit sichern.
Die achtjährige Gymnasialzeit (G8) war in NRW 2005 eingeführt und nach anhaltender Kritik seit dem Schuljahr 2019/20 mit den Jahrgangsstufen 5 und 6 wieder rückabgewickelt worden.