Sicherung von Atommüll
Weiterer Atommüll soll bald nach Ahaus gebracht werden

Mehr als 150 Castor-Behälter müssen noch von Jülich nach Ahaus verlagert werden Foto: Christoph Reichwein/dpa
Mehr als 150 Castor-Behälter müssen noch von Jülich nach Ahaus verlagert werden Foto
© Christoph Reichwein/dpa
Nach dem ersten störungsfreien Castor-Transport stehen weitere 151 Behälter bereit. In den nächsten Monaten sollen die Schwerlast-Konvois über die Straßen rollen.

Nach dem störungsfreien Transport des ersten Atommüll-Behälters sollen in den nächsten Monaten auch die verbleibenden 151 Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus gebracht werden. Das teilte die für das Zwischenlager Ahaus zuständige bundeseigene BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mit. 

Die Transporte führt ein spezialisiertes Logistikunternehmen im Auftrag der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) durch. Der sichere Abtransport der Behälter habe für die JEN oberste Priorität, erklärte die technische Geschäftsführerin Beate Kallenbach-Herbert. "Der erste Transport ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der behördlichen Anordnung."

Hintergrund ist die Anordnung der NRW-Atomaufsicht aus 2014, das Zwischenlager in Jülich zu räumen. Die JEN setze diese Anordnung nun schrittweise um. 

Höchste Sicherheitsstandards für gelagerte Castoren

Markus Röder, Hauptabteilungsleiter bei der BGZ, verwies auf die jahrelangen Erfahrungen mit Castor-Behältern. "In Ahaus greifen wir auf umfangreiche Erfahrung zurück, da hier bereits 305 baugleiche Behälter aus Hamm-Uentrop mit identischem Inventar lagern", sagte Röder. "Wir werden auch die Behälter aus Jülich nach höchsten Sicherheitsstandards aufbewahren und so den Schutz von Menschen und Umwelt gewährleisten."

Der erste Castor-Transport von Jülich nach Ahaus hatte in der Nacht zum Mittwoch nach 170 Kilometern ohne besondere Zwischenfälle sein Ziel erreicht.

dpa