Sommerspiele
Olympia-Bewerbung: NRW plant Millionen günstige Tickets

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirbt mit günstigen Olympia-Tickets. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirbt mit günstigen Olympia-Tickets. (Archivbild) Foto
© Rolf Vennenbernd/dpa
NRW will bei Olympischen und Paralympischen Spiele rund 1,4 Millionen vergünstigte Tickets anbieten. Wer profitieren könnte und warum es bis dahin noch ein langer Weg ist.

Im Falle einer Olympia-Austragung in Nordrhein-Westfalen soll jedes zehnte Ticket der bis zu 14 Millionen Karten vergünstigt angeboten werden. Von den rund 1,4 Millionen Tickets zu günstigen Preisen könnten dann etwa Jugendliche, Familien sowie Engagierte im Sport profitieren, erklärte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei einem Besuch der Regattabahn in Duisburg, ohne dabei konkrete Preise zu nennen. 

"Dies wird möglich durch unsere großen Sportstätten und eine optimale Kapazitäten-Planung. Damit schaffen wir die Voraussetzung, dass nicht nur wenige, sondern möglichst viele Menschen die Spiele vor Ort erleben können", sagte Wüst. Er warb erneut "mit der größten Bühne für den größten Moment und Zuschauer-Rekorden mit 14 Millionen Tickets" für Olympische und Paralympische Spiele im bevölkerungsreichsten Bundesland. 

Countdown zum Bürgerentscheid läuft 

Noch bis zum 19. April können mehr als vier Millionen Menschen in 17 NRW-Städten darüber abstimmen, ob sich ihre Kommune an der Bewerbung "KölnRheinRuhr" für die Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll. Die NRW-Bewerbung verspricht die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spielen und plant mit 100 Prozent bestehender oder temporärer Sportstätten. 

Eine Zustimmung zur Bewerbung in NRW wäre noch keine Entscheidung für Olympische und Paralympischen Spiele. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. In München gab es bereits ein positives Votum, in Hamburg steht die Abstimmung am 31. Mai an. In Berlin stimmt nur das Abgeordnetenhaus ab. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber.

dpa