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Saar-Bauwirtschaft fordert Erleichterung bei Bürokratie

Einen "Booster" und weniger Bürokratie braucht es nach Ansicht des Arbeitgeberverbandes AGV Bau Saar für die Bauwirtschaft im Sa
Einen "Booster" und weniger Bürokratie braucht es nach Ansicht des Arbeitgeberverbandes AGV Bau Saar für die Bauwirtschaft im Saarland. (Symbolbild) Foto
© Jan Woitas/dpa

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Zu viel Bürokratie und zu lange Genehmigungsverfahren sind der Bauwirtschaft im Saarland ein Dorn im Auge. Auch die Bürger bekämen die Folgen zu spüren.

Der Arbeitgeberverband der Bauwirtschaft des Saarlandes fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Wirtschafts- und Baupolitik. Hohe Kosten, Fachkräftemangel, langwierige Genehmigungsverfahren und zunehmende Bürokratie belasteten die Unternehmen massiv und hätten auch Auswirkungen auf die Verbraucher. "Die Folgen überlanger Planungs- und Genehmigungsverfahren sind längst Realität", sagte Hauptgeschäftsführer Christian Ullrich in Saarbrücken. 

"Der Wohnungsbau steckt fest, weil politische Entscheidungen fehlen", sagte Präsident Joachim Reinert. Auch bei der Infrastruktur werde der Handlungsstau sichtbar: Exemplarisch sei die Fechinger Talbrücke, deren Fertigstellung nach Angaben der Autobahn GmbH erst für 2033 vorgesehen ist. Der Ersatzneubau soll laut AGV Bau Saar rund 15 Jahre in Anspruch nehmen, obwohl nur drei Jahre reine Bauzeit veranschlagt seien.

Ullrich wies zudem darauf hin, dass die Baukosten im Wohnbereich in den letzten zehn Jahren um rund 50 Prozent gestiegen seien. Verantwortlich dafür seien neben Materialpreisen auch überhöhte Bau- und Energiestandards. Daher fordere der Verband die konsequente Vereinfachung dieser Standards. Laut Ullrich wäre auch eine Absenkung der Grunderwerbsteuer "sicherlich ein Booster für den Wohnungsbau".

dpa

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