Ein Feuer in einer Recyclingfirma in Lustadt im Kreis Germersheim ist laut Feuerwehr inzwischen gelöscht. Am Montagnachmittag war dort geschredderter Kunststoff in einer Lagerhalle in Brand geraten. In der Nacht liefen noch Nachlöscharbeiten. Mehrere Druckgasbehälter konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht und ein Diesel-Tank geschützt werden.
Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar. Eine Rauchsäule sei schon von Weitem erkennbar gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei nach Ausbruch des Brands gegen 14.30 Uhr am Montag. Auch die Brandursache war zunächst unklar.
Die Feuerwehr hatte die Flammen rund zweieinhalb Stunden nach dem ersten Alarm unter Kontrolle. Nach Angaben der Feuerwehr waren bis zu 200 Einsatzkräfte vor Ort.
Messungen von Luft, Boden und Gewässern hätten keine erhöhten Schadstoffe ergeben, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Anwohner wurden zuvor über die Warnapp Nina aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Am Dienstagmorgen begehe die Feuerwehr gemeinsam mit der Kriminalpolizei den Brandort, sagte der Sprecher weiter.
Granulat und Druckgasbehälter lagerten in der Halle
Für die Löscharbeiten wurden große Teile der Lagerhalle mit einem Bagger abgerissen. Um das Kunststoffgranulat zu löschen, werde es schichtweise umgeklappt. Ebenfalls in der Halle gelagerte Druckgasbehälter hätten geborgen und gekühlt werden können. "Von ihnen geht keine Gefahr mehr aus." Ein Diesel-Tank mit rund 5.000 Litern unter der Halle sei von dem Feuer nicht betroffen gewesen.
Das Feuer sei in einem von vier Lagerhallenkomplexen ausgebrochen. Gebrannt habe es in einer Halle in einem dieser Komplexe. Die Nachbarhalle sei leicht beschädigt worden.