Das Halbfinal-Aus gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin hat beim Hauptrundensieger Kölner Haie großen Frust ausgelöst. "Wir haben unsere Ziele nicht erreicht. Natürlich wollten wir in den Playoffs mehr Erfolg haben", sagte Eishockey-Nationalstürmer Parker Tuomie nach dem 1:4 (1:2, 0:0, 0:2) gegen den Hauptrunden-Sechsten Berlin im sechsten Halbfinale. In der Best-of-Seven-Serie war für die Kölner nach 2:4-Niederlagen damit Schluss.
Die Haie, die schon im Vorjahr im Finale gegen die Eisbären chancenlos waren, warten seit nunmehr 24 Jahren auf ihren neunten Meistertitel. Mitentscheidend für das Halbfinal-Aus war laut Tuomie eine besondere Ansetzungsregel, die bei den Haien zur Anwendung kommt. Damit in der großen heimischen Arena, die auch für viele Konzerte und Events Monate im Voraus geblockt wird, verlässlich gespielt werden kann, starten die Kölner unabhängig von ihrer Hauptrundenposition stets mit einem Auswärtsspiel in eine Playoffserie.
"Ich glaube, dass das ein Problem ist", sagte Tuomie. "Natürlich wäre das was anderes gewesen, wenn wir zu Hause angefangen hätten." Als Hauptrundenmeister hätten die Kölner normalerweise in den Playoffs Heimrecht gehabt. Im Halbfinale gewannen bis zum fünften Spiel beide Teams ihre Heimspiele. Dadurch ging Berlin 3:2 nach Siegen in Führung und nutzte am Montag den Druck, der auf den Kölnern lastete.
"Wenn wir zu Hause anfangen, dann ist das auch eine andere mentale Sache", sagte der 30 Jahre alte deutsche Olympia-Teilnehmer. "Das ist nicht meine Aufgabe. Aber jetzt, wo die Serie an Berlin geht, ist das natürlich ein Thema."