Bei einem bundesweiten Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Versorgung von Kommunen mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten sind mehrere hessische Städte in den Top Ten gelandet. Die kleine Stadt Haar bei München landet demnach auf dem ersten Platz, gefolgt von Offenbach (2.), Frankfurt (3.) und Eschborn (4.). Auf Rang neun schafft es Mühlheim am Main im Kreis Offenbach.
Das geht aus dem "IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge" hervor, der im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris erstellt worden war. Es wurden alle fast 11.000 Gemeinden in Deutschland untersucht. Ausgewertet wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" darüber berichtet.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) erklärte: "Die Studie ist ein starkes Signal für Hessen. Unser Land gehört bei der Daseinsvorsorge zur bundesweiten Spitzengruppe." Mit dem Hessenplan investiere das Land in den kommenden Jahren zehn Milliarden Euro in moderne Infrastruktur, starke Kommunen und eine gute Daseinsvorsorge – von Mobilität über Digitalisierung bis Bildung und Gesundheit.
Ranking der Flächenländer führt NRW an
Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde falle in die Kategorie "sehr gut" versorgt - insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien "sehr gut" und "gut", teilte das IW in Köln mit. Auch wenn eine westdeutsche Stadt und ein westdeutsches Flächenland vorne liegen, zeigt der große Ost-West-Vergleich ein anderes Bild: 30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als "sehr gut" versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.
Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.