Kirche
Merkel ruft in Klosterpredigt zu Mut gegen Ausgrenzung auf

Die Ex-Kanzlerin spricht in ihrer Fastenpredigt über ein breites Themenfeld. Foto: Thomas Frey/dpa
Die Ex-Kanzlerin spricht in ihrer Fastenpredigt über ein breites Themenfeld. Foto
© Thomas Frey/dpa
In einer Fastenpredigt betont die Ex-Kanzlerin den Wert demokratischer Prinzipien und den Schutz der Schöpfung. Die Veranstaltungsreihe versteht sich als geistlicher Impulsgeber.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einer Klosterkirche in Rheinland-Pfalz eine sogenannte Fastenpredigt gehalten. In ihrer Ansprache rief sie zum Eintreten für die Achtung der Menschenwürde, für demokratische Werte und zum Kampf gegen Ausgrenzung auf. 

Christen sollten in diesen Debatten mutig sein und sich für Menschen, die ausgegrenzt werden, einsetzen, sagte sie am Abend in Benediktinerabtei Maria Lach in der Eifel. Weite Themen in Merkels Fastenpredigt waren der Kampf gegen die Erderwärmung und gegen das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.

Predigten auch von Breuer und Wulff

Die Predigten finden in der Fastenzeit traditionell jeweils mittwochs um 17.30 Uhr statt. Als weitere Redner stehen in diesem Jahr nach Angaben der Abtei der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, und der frühere Bundespräsident Christian Wulff auf dem Programm.

Die Fastenpredigten werden laut Abtei in der heutigen Form seit 2024 gehalten und sind eingebunden in Gebete und Orgelmusik. Die Predigten greifen biblische Texte auf und verstehen sich dem Kloster zufolge nicht als politische Vorträge, sondern als geistlicher Impulsgeber aus der christlichen Tradition.

dpa