Landesregierung Wie viel Geld gibt die Landesregierung für Fotografen aus?

Auf die Staatskanzlei entfällt der größte Finanzposten. (Archivbild) Foto: Helmut Fricke/dpa
Auf die Staatskanzlei entfällt der größte Finanzposten. (Archivbild) Foto
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Politische Inhalte werden auch visuell verbreitet. Auch neue Strategie und Kampagnen werden für mehr Aufmerksamkeit oft ins Bild gerückt.

Für Fotografen hat die rheinland-pfälzische Landesregierung rund 101.000 Euro im vergangenen Jahr ausgegeben. Auf die Staatskanzlei entfiel dabei der größte Posten mit mehr als 56.300 Euro, wie Staatskanzlei-Chef Fedor Rose (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. 

An zweiter Stelle bei den Ausgaben für Fotografen rangierte das Bildungsministerium mit mehr als 13.300 Euro. Während die Kosten für die Staatskanzlei im Vergleich zum Jahr zuvor um etwa 4.000 Euro anstiegen, kam es im Bildungsministerium nach rund 7.000 Euro fast zu einer Verdoppelung der Ausgaben.

Digitalstrategie und Kampagne für mehr Erzieherinnen

Als Erklärung teilte das Bildungsministerium mit, dass die Mehrausgaben vor allem auf Fotografenhonorar für die neue Digitalstrategie sowie den Ausbau des Projekts "Schule der Zukunft" und die Kampagne "Werde Erzieherin oder Erzieher in Rheinland-Pfalz" zurückzuführen seien.

Insgesamt blieben die finanziellen Aufwendungen für fotografische Leistungen der Landesregierung laut Staatskanzlei mit rund 101.000 Euro in beiden Jahren etwa auf gleichem Niveau. 

AfD-Fraktionschef Jan Bollinger kritisierte die Ausgaben: Statt sparsam zu wirtschaften, setze die Ampelregierung lieber auf teure Selbstdarstellung mit Hochglanzfotos. "Wer solche Öffentlichkeitsarbeit benötigt, dem fehlt es an politischen Inhalten".

dpa