Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes wird es vor der nächsten Verhandlungsrunde erneut Protestaktionen in Rheinland-Pfalz und im Saarland geben. Verdi-Landesbezirksleiterin Marion Paul kündigte unmittelbar vor dem nächsten Treffen am 11. bis 13. Februar vor allem in den Landeshauptstädten Mainz und Saarbrücken Aktionen an. Einzelheiten zu den geplanten Protesten und Kundgebungen nannte die Gewerkschafterin noch nicht.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt sind rund 2,2 Millionen Menschen betroffen. Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte soll der Abschluss übertragen werden.
DGB-Chefin fordert Wertschätzung
In Rheinland-Pfalz arbeiten insgesamt rund 122.000 Menschen im öffentlichen Dienst, darunter etwa 70.000 Beamtinnen und Beamte. Im Saarland gibt es nach Angaben der Gewerkschaft 32.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die Zahl der Beamtinnen und Beamten beläuft sich auf rund 16.600.
"Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sorgen bei der Polizei für unsere Sicherheit, sie lehren unsere Kinder in den Schulen oder geben ihr Bestes für unsere Gesundheit in Kliniken", betonte DGB-Chefin Susanne Wingertszahn. "Der Wert ihrer Arbeit ist gar nicht hoch genug einzuschätzen."
Mehr als der Inflationsausgleich
Die Forderung sei daher auch nicht überzogen, ergänzte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Aline Raber. Es dürfe bei den Verhandlungen nicht nur um einen Zuwachs in Höhe des Inflationsausgleichs gehen. Raber und die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Kathrin Gröning, verwiesen auch auf den Arbeitskräftemangel. Der öffentliche Dienst müsse für Beschäftigte attraktiv sein.