Kriminalität
Buntmetallklau: Schaden in Sachsen-Anhalt verdoppelt

Buntmetalldiebe haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr einen Schaden in Höhe von rund drei Millionen Euro verursacht. (Symb
Buntmetalldiebe haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr einen Schaden in Höhe von rund drei Millionen Euro verursacht. (Symbolbild) Foto
© Stefan Sauer/dpa
Wenn Kabel, Leitungen und Rohre verschwinden, sind meist Unternehmen die Leidtragenden. Die Anzahl der Diebstähle steigt in Sachsen-Anhalt deutlich – und die Aufklärung gestaltet sich schwierig.

Der durch Buntmetalldiebe in Sachsen-Anhalt verursachte Schaden hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Magdeburg verursachte der Klau von Kupfer und Buntmetall 2025 rund drei Millionen Euro an Schäden – vor allem bei Unternehmen. 2024 hatte der Schaden noch bei 1,57 Millionen Euro gelegen. Zuvor berichtete die "Volksstimme" über die neuen Zahlen. 

Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es im vergangenen Jahr landesweit 497 Fälle von Buntmetalldiebstahl. Das entspricht einem Anstieg um rund zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr (299 Fälle). Der Großteil der Diebe – rund 80 Prozent – habe es den Erfahrungen der vergangenen Jahre nach auf Kupfer abgesehen, so ein LKA-Sprecher mit Verweis auf den Preisanstieg des Buntmetalls auf den Rohstoffmärkten.

Weniger als jeder zweiter Fall wird aufgeklärt

Insbesondere leicht zugängliche Kupferrohre, Kupferkabel oder -leitungen seien demnach immer wieder Ziel von Diebstählen. Die Leidtragenden seien meist Unternehmen. Das LKA empfiehlt, Kabeltrassen, Dachflächen aber auch Lagerorte für Buntmetalle entsprechend durch Zäune oder Tore zu sichern. 

Die Aufklärungsquote der Metalldiebstähle lag im vergangenen Jahr bei rund 14 Prozent, geht aus den Zahlen hervor. Demnach konnten 65 Tatverdächtige ermittelt werden. Die meisten Fälle gab es mit 110 Diebstählen in Halle, gefolgt vom Burgendlandkreis (105) und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld (75).

dpa