2. Fußball-Bundesliga
Trotz Niederlage: Dynamo verhindert direkten Abstieg

Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke (r) scheitert an Torwart Ron-Thorben Hoffmann (l, Eintracht Braunschweig) mit einem Elfmeter. Fot
Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke (r) scheitert an Torwart Ron-Thorben Hoffmann (l, Eintracht Braunschweig) mit einem Elfmeter. Foto
© Andreas Gora/dpa

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Das erste Ziel hat Dresden in der Tasche. Man kann nicht mehr direkt absteigen. Eine Zitterpartie wird das letzte Spiel aber möglicherweise doch noch.

Geschichte wiederholt sich. Vor genau einem Jahr unterlag Dynamo Dresden am vorletzten Spieltag der 3. Liga beim SV Waldhof Mannheim. Und feierte die Niederlage wie einen Sieg, denn die Konkurrenz um den Drittliga-Aufstieg spielte mit und die Dresdner kletterten in den Fahrstuhl zur 2. Bundesliga. 

Zwölf Monate später ein ähnliches Szenario: Dynamo verliert bei Eintracht Braunschweig 1:2, doch die SpVgg Greuther Fürth ist bei Hertha BSC ebenfalls unterlegen. Die Dresdner haben einen Spieltag vor Saisonende den direkten Abstieg schon vermieden.

Nun muss am letzten Spieltag am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen Holstein Kiel wenigstens ein Punkt her, um nicht in die Abstiegsrelegation zu müssen.

In Braunschweig dumme Gegentore bekommen

Auf eine solche Zitterpartie wollten sich die Sachsen eigentlich aber nicht einlassen, sondern mit einem Punktgewinn in Braunschweig selbst alles klarmachen. "Wir ärgern uns auf jeden Fall", sagte Lukas Boeder, der für den erkrankten Friedrich Müller kurzfristig in die Innenverteidigung gerutscht war. Man habe doofe Gegentore aus dem Nichts bekommen, sagte der Defensivspieler. "Es tut weh, denn wir haben eigentlich kein schlechtes Spiel gemacht."

Thomas Wagner hatte nach dem 0:2 ein gutes Spiel seiner Kollegen gesehen. "Bei den Chancen, die wir hatten, hätten wir es verdient, einen Punkt mitzunehmen", sagte der Mittelfeld-Abräumer.

Trainer Thomas Stamm bemängelte einerseits die Effizienz, andererseits das Abwehrverhalten. "Wir lassen insgesamt wenig zu, in den entscheidenden Situationen aber die Gier nach zweiten Bällen vermissen", sagte Stamm. Es sei ein Spiel gewesen, in dem viel für sein Team gelaufen sei, sich die Mannschaft aber nicht belohnt habe.

Stamm sucht den sicheren Elfmeterschützen

Ein Diskussionspunkt in Braunschweig war der von Stefan Kutschke verschossene Elfmeter. Bereits bei der Niederlage gegen Hertha BSC hatte Vincent Vermeij einen Strafstoß nicht verwandelt, was wie diesmal zur Ein-Tore-Niederlage führte. 

"Wir haben sehr stabile Schützen im Training. Eine Wettkampfsituation kann man schwer simulieren. Für mich ist entscheidend, die Überzeugung zu sehen, dass die Spieler Verantwortung übernehmen wollen. Das ist 100 Mal wichtiger als alles andere", stellte Stamm fest. 

Man habe aktuell "nicht den stabilen Schützen, wie es Kane ist. Das heißt aber auch, dass ich der vollen Überzeugung bin, dass, wenn wir nächsten Sonntag einen Elfmeter bekommen, diesen vielleicht entscheidenden Strafstoß nutzen", sagte der Dynamo-Trainer weiter.

dpa