Bergbaugeschichte
Sanierter "Grüner Graben" im Erzgebirge wiedereröffnet

Ministserpräsident Kretschmer: "Die Vollendung des Bauvorhabens "Grüner Graben" ist ein starkes Zeichen für den verantwortungsvo
Ministserpräsident Kretschmer: "Die Vollendung des Bauvorhabens "Grüner Graben" ist ein starkes Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit unserem kulturellen Erbe." (Symbolbild) Foto
© Paul Glaser/dpa

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Das Schwarzwassertal im Erzgebirge ist ein beliebtes Ziel für Wanderer. Dort ist auch ein wichtiges Denkmal des Silber- und Zinnerzbergbaus hierzulande zu finden.

Nach jahrelanger Sanierung ist der "Grüne Graben" im Schwarzwassertal als wichtiges Zeugnis der sächsischen Bergbaugeschichte wiedereröffnet worden. Der rund acht Kilometer lange Wassergraben ist laut Umweltministerium als montanhistorisches Denkmal geschützt und Teil des Unesco-Weltkulturerbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Er war im 17. Jahrhundert angelegt worden, um Wasser für Bergwerke und die Erzaufbereitung aus der Schwarzen Pockau abzuzweigen. 

"Ein wichtiges Stück sächsischer Bergbaugeschichte"

Die Fertigstellung dieses Vorhabens sei ein starkes Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit unserem kulturellen Erbe, betonte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einer Mitteilung. "Der Erhalt dieses bedeutenden Denkmals, das bergmännische Wasserbaukunst bewahrt, ist zugleich ein wichtiges Stück sächsischer Bergbaugeschichte für kommende Generationen." Mit der Freigabe erhielten die Menschen im Erzgebirge und ihre Gäste zudem einen beliebten Wanderweg zurück. 

Der erste von vier Bauabschnitten war den Angaben zufolge schon von der Stadt Marienberg vor neun Jahren saniert worden. 2021 hatten dann die Bauarbeiten für den etwa sechs Kilometer langen Teil auf landeseigenen Waldflächen begonnen. Dabei wurden das Grabenprofil und die Mauern wiederhergestellt, Böschungen befestigt und Zuflüsse saniert. Zudem seien Fußgängerbrücken über den Graben erneuert und weitere fünf neu gebaut worden, hieß es. Das Land Sachsen stellte nach eigenen Angaben dafür etwa drei Millionen Euro zur Verfügung.

Grüner Graben

dpa