Halbleiterindustrie
Chipzulieferer Siltronic streicht Dividende nach Verlusten

Weniger Umsatz, rote Zahlen und keine Dividende: Siltronic sieht sich weiter mit Preisdruck und ungünstigen Wechselkursen konfro
Weniger Umsatz, rote Zahlen und keine Dividende: Siltronic sieht sich weiter mit Preisdruck und ungünstigen Wechselkursen konfrontiert. (Symbolbild) Foto
© Wolf von Dewitz/dpa
Das Unternehmen mit Werk in Freiberg streicht den Aktionären die Dividende. Grund sind Verluste im vergangenen Jahr. Preisdruck und Wechselkurse belasten den Halbleiter-Hersteller.

Der Chipzulieferer Siltronic mit Werk im sächsischen Freiberg streicht wegen eines Verlusts im vergangenen Jahr die Dividende für seine Aktionäre. Das teilte das Münchner Unternehmen bei der Vorlage von detaillierten Geschäftszahlen für das vergangene Jahr mit. Für 2024 hatte das Unternehmen noch 20 Cent je Aktie als direkte Gewinnbeteiligung ausgeschüttet.

Demnach sank der Umsatz im vergangenen Jahr um knapp 4,7 Prozent auf rund 1,35 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit rund 317 Millionen Euro rund 13 Prozent unter dem Vorjahr.

Unter dem Strich rutschte das Unternehmen, wie es am Donnerstag mitteilte, in die roten Zahlen. Unter anderem hätten sich anhaltender Preisdruck und ungünstige Wechselkurse des US-Dollars belastend ausgewirkt. Das Investitionsvolumen im laufenden Jahr sinke auf maximal 220 Millionen Euro, heißt es weiter. Im vergangenen Jahr hat die im SDax der kleinen Unternehmen gelistete Siltronic AG noch rund 370 Millionen Euro investiert.

Das Unternehmen beschäftigt in seinem Freiberger Werk nach eigenen Angaben 880 Mitarbeiter.

dpa