Der Kasseler Düngerkonzern K+S geht mit einigen Unsicherheiten ins neue Jahr. Im besten Fall soll der operative Gewinn deutlich steigen, aber auch ein kleiner Rückgang ist denkbar. "Das aktuelle Kalipreisniveau liegt spürbar höher als vor einem Jahr", sagte Unternehmenschef Christian Meyer am Donnerstag laut Mitteilung.
Wichtig für die weitere Entwicklung sei der Verlauf der Frühjahrssaison. "Hier muss die Nachfrage aus vielen Regionen auf einmal bedient werden." Meyer kalkuliert für 2026 mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 600 und 700 Millionen Euro.
Blick auf Kalipreise in Brasilien
Mit Blick auf das obere Ende der Spanne brauche es neben einem Absatzanstieg mit Kunden aus der Landwirtschaft um 0,3 Millionen auf 7,6 Millionen Tonnen eine weitere, moderate Erholung der Kalipreise in Brasilien während der Frühjahrssaison, hieß es weiter. Diese müsse dann in andere Absatzmärkte sowie Produktgruppen ausstrahlen und über das gesamte zweite Halbjahr gehalten werden. Sollte der Absatz aber nur leicht steigen und die Preise für Kaliumchlorid-Dünger in Brasilien im Jahresdurchschnitt auf dem Niveau von Ende 2025 liegen, dürfe der operative Gewinn am unteren Ende der Zielspanne liegen.
2025 war dieses Ergebnis bei einem stabilen Umsatz von 3,65 Milliarden Euro um rund zehn Prozent auf 613 Millionen Euro gestiegen. Das Resultat liegt im Rahmen der Zielspanne des Unternehmens.
Gute Nachfrage nach Düngerspezialitäten
Dabei profitierte der im Index der mittelgroßen Werte, dem MDax, notierte Konzern von höheren Preisen für Dünger sowie für Industrieprodukte. Gerade höhermargigere, also profitablere Düngerspezialitäten hatten sich bereits Jahresverlauf gut verkauft. Dadurch sowie dank niedrigerer Frachtkosten konnten höhere Energie- und Personalkosten mehr als ausgeglichen werden.
Das bereinigte Konzernergebnis lag 2025 ohne Berücksichtigung üblicherweise stark schwankender außerplanmäßiger Wertanpassungen auf das Düngergeschäft bei 125,5 Millionen Euro, nach einem Plus von 3,6 Millionen im Jahr zuvor. Bereinigt um Sondereffekte flossen dem Unternehmen Finanzmittel von gut 29 Millionen Euro zu.