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+++Börsen-Liveticker+++: Dax beendet vorerst seine Minus-Serie

Nach elf Tagen beendet der Dax seine Berg- und Talfahrt und schließt mit einem Plus von 3,28 Prozent ab. Derweil befürchten Währungsexperten, dass die Krise den Euro destabilisieren könnte. Das geplante Treffen von Merkel und Sarkozy beflügelt indes die französischen Banken.

+++ 17:55 Uhr: Dax beendet Berg- und Talfahrt+++

Nach einer wiederholten Berg- und Talfahrt beendet der Dax seine elf Tage andauernde Verlustserie. Der Leitindex geht 3,28 Prozent höher bei 5797,66 Punkten aus dem Handel, nachdem er seit dem Schlussstand am 26. Juli in der Spitze mehr als 25 Prozent an Wert verloren hatte.

+++ 17:10 Uhr: Anleger erwarten neues Dax-Minus +++

Die Anleger am Derivatemarkt trauen der Aufwärtsbewegung im Dax nicht über den Weg. "Die Turbulenzen halten weiter an und viele rechnen damit, dass es wieder nach unten gehen wird", so Derivatehändler Atakan Sahin von der Baader Bank. Fakten interessierten viele Investoren derzeit nicht, Gerüchte dafür aber umso mehr. Dabei sei es aber der erste Tag der Woche, an dem es am Derivatemarkt etwas ruhiger zugehe.

Gewinnmitnahmen gab es laut Sahin in einem Turbo-Call auf Gold von RBS mit Basispreis bei 1671,06 Dollar und Knock-Out bei 1705 Dollar. Der Preis für das Edelmetall stieg in der Spitze mit 1813 Dollar pro Feinunze auf ein Rekordhoch, notiert zuletzt aber 2,3 Prozent niedriger bei 1754 Dollar.

+++ 16:50 Uhr: EZB plant "Werkzeugkasten" zur Kontrolle +++

Die Europäische Zentralbank will den von Zentralbankgeld abhängigen Finanzinstituten künftig stärker auf die Finger schauen. EZB-Ratsmitglied Yves Mersch sagt im Gespräch mit dem "Wall Street Journal", die Hüter des Euro hätten sich bereits auf einen entsprechenden "Werkzeugkasten" verständigt. Damit solle sehr genau überwacht werden, wie die EZB als Liquiditätsquelle genutzt werde.

Insbesondere sollten die finanzielle Stabilität und Güte sowie die Kriterien für das Risiko-Management "einzelner oder gar bestimmter Gruppen von Gegenparteien" genauer unter die Lupe genommen werden. "Wir prüfen den Werkzeugkasten gerade abschließend im Hinblick auf rechtliche und praktische Aspekte", so Mersch. Weitere Details würden "zu gegebener Zeit" veröffentlicht.

+++ 16:35 Uhr: Französische Banken erholen sich +++

Nach den Noyer-Aussagen und der Ankündigung des Treffens von Bundeskanzlerin Merkel mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy erholen sich die Bank-Aktien wieder: Die Titel von Société Générale ziehen um 0,5 Prozent auf 22,26 Euro an. Die Papiere der Crédit Agricole legen um gleich 2,3 Prozent auf 6,21 Euro zu. Der Kurs der BNP Paribas gibt nur noch um 1,07 Prozent auf 35,22 Euro nach.

+++ 16:08 Uhr: Wall Street eröffnet im Plus +++

Schwacher Futures zum Trotz eröffnet die Wall Street im Plus. Dow Jones und S&P 500 liegen ein Prozent im Plus, der Nasdaq Composite 1,5 Prozent.

+++ 16:00 Uhr: Euro nur noch knapp über 1,41 Dollar +++

Die europäischen Aktienmärkte belasten auch den Euro. Die Gemeinschaftswährung rutscht bis auf 1,4104 Dollar ab, nachdem sie im frühen Geschäft noch über 1,42 Dollar notierte. "Es besteht das Risiko, dass die Krise den Euro destabilisiert", erklärt Lee Hardman, Währungsstratege bei BTM UFJ. Es gebe Befürchtungen, dass auch die Kernländer der Euro-Zone in die Rezession schlittern könnten. Händler beklagten zugleich die relativ geringen Volumen am Devisenmarkt. Viele Marktteilnehmer hielten sich extrem zurück. Somit könnten schon kleinere Orders den Kurs bewegen.

+++ 15:50 Uhr: Börse uneins über Merkel/Sarkozy-Treffen +++

Mit der Nachricht von einem deutsch-französischen Gipfeltreffen hat der Dax wieder etwas an Boden gewonnen. "Wenn die beiden miteinander reden, ist das ja positiv", erklärt ein Händler. Der Dax zieht um 0,4 Prozent auf 5636 Punkte an. Auch der CAC40 grenzt seine Verluste auf 0,6 Prozent ein. Ein anderer Händler äußert sich skeptischer: "Was können die schon groß beschließen." Einige Händler kritisieren, dass die Politik ein Teil des Problems ist.

Das französische Präsidialamt hatte mitgeteilt, der französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy werde nächsten Dienstag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris empfangen, um mit ihr über die Lage in der Euro-Zone zu beraten.

+++ 15:20 Uhr: Erholung der Aktienkurse währt nur kurz +++

Nach 3,5 Prozent Plus zur Eröffnung ist der Schwung aus dem Dax längst wieder raus. Der Aktienindex fällt um bis zu 2,2 Prozent auf einen Stand von 5501, das ist der niedrigste Wert seit Februar 2010. Für den Eurostoxx50 geht es zuletzt um rund 3,3 Prozent nach unten, mit 2077,06 Zählern notiert dieser kurzzeitig so niedrig wie seit April 2009 nicht mehr.

+++ 14:20 Uhr: Europas Börsen drehen wieder ins Minus +++

Europas Börsen rutschen erneut ins Minus. Der Deutsche Aktienindex Dax steht nur noch bei 5501 Punkten - das ist ein Minus von 2 Prozent und der niedrigste Stand seit Februar 2010. Für den Eurostoxx50 geht es zuletzt um rund 3,3 Prozent nach unten.

Jörg Heineke von Tao Capital: "Das Vertrauen geht verloren insbesondere im Bankensystem international und das Muster entspricht dem aus der Finanz- und Kreditkrise 2008." Ein weiteres Indiz seien Berichte, dass chinesische Banken die Kreditlinien für französische Banken zusammenstrichen und das habe die Märkte deutlich ins Minus gedrückt. Andere Händler sprachen von Druck, der vom Terminmarkt komme, an dem sich ähnliche Muster wie 2008 zeigten.

Zuvor verwiesen Händler auf anhaltende Sorgen um die französischen Banken, die die Märkte nicht zur Ruhe kommen ließen. Aktuell machten sich unter den Börsianern Sorgen breit, dass die BNP Paribas weitere Millionenverluste auf ihr Engagement in Griechenland verbuchen müsse. BNP-Aktien verlieren 13,05 Prozent.

+++ 13:38 Uhr: Französische Banken ziehen Dax hinab +++

Im Sog der Kursverluste französischer Banken hat der Dax seine Gewinne aus dem frühen Handel mittlerweile fast vollständig wieder abgegeben. Das deutsche Börsenbarometer liegt bei nur noch 0,3 Prozent im Plus bei 5631 Punkten. Am Morgen hatte der Dax noch bis zu 3,5 Prozent gewonnen. "Es gibt keine neuen Gerüchte, aber eine wachsende Sorgen über systemische Risiken. Noch gibt es keine Panikverkäufe, aber die Leute wollen nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden", beschreibt Lionel Jardin von Assya Capital in Paris die Nervosität an den Börsen. Zu den größten Verlierern im Dax gehören die Aktien der Deutschen Bank mit einem Minus von zwei Prozent.

Zeigte sich der deutsche Aktienindex vor wenigen Stunden noch so erholt wie der junge Morgen, zeigt die Kurve mittlerweile wieder nach unten. Nach zeitweiligen drei Prozent im Plus pendelt er jetzt knapp unter einem Prozent.

+++ 11:50 Uhr: Lanxess steigen nach Prognoseanhebung +++

Die Aktien von Lanxess reagieren mit einem Kurssprung von fast elf Prozent auf die Anhebung der Prognose durch den Chemiekonzern. In der Spitze klettern die Titel um 10,8 Prozent auf 45,15 Euro. "Lanxess ist in der starken Position, die Preise anzuheben", erläutert DZ Bank-Analyst Peter Spengler. "Wir erwarten weitere positive Überraschungen in der zweiten Jahreshälfte", fügt er hinzu.

Die im MDax gelisteten Lanxess-Aktien haben seit Jahresbeginn 26 Prozent an Wert verloren. Deshalb sei der gegenwärtige Kurs eine gute Gelegenheit zum Zugreifen, heißt es bei Händlern.

+++ 11:40 Uhr: K+S einziger Verlierer im Dax +++

Trotz eines Gewinnsprungs im zweiten Quartal überzeugt der Düngemittelhersteller K+S Händlern zufolge den Markt am Donnerstag mit seiner Prognose nicht.

Die Aktien fallen knapp fünf Prozent auf 40,29 Euro und sind damit der einzige Verlierer im Dax. "Die Anleger fanden die Prognose nicht ganz überzeugend", erläutert ein Händler den Kursrutsch. "In diesem Marktumfeld kann das schnell zu großen Verlusten führen, wenn man auch nur einen kleinen Haken findet, wird abverkauft."

Auch die Quartalszahlen finden einige Analysten nicht ganz zufriedenstellend. "Q2 und Ausblick etwas unter den Erwartungen, aber keine Katastrophe", urteilt WestLB-Analyst Wolfgang Fickus zusammenfassend.

+++ 11:10 Uhr: Dax drei Prozent im Plus +++

Der Dax zieht im frühen Geschäft um drei Prozent auf 5780 Punkte an, der französische Leitindex gewinnt 2,4 Prozent.

+++ 10:45 Uhr: Aktienmärkte beruhigen sich etwas +++

Unterstützt von Kursgewinnen der zuletzt arg gebeutelten Finanzwerte legen die europäischen Aktienbörsen am Donnerstag verhalten. Das Plus fällt auf breiter Front weniger stark aus als die Verluste vom Vortag.

+++ 09:13 Uhr: Dax startet im Plus +++

Europas Aktienmärkte beginnen den Handel mit steigenden Kursen. Der Dax klettert in den ersten Minuten um etwa zwei Prozent auf 5736 Punkte. Auch der Pariser Leitindex CAC40 legt zur Eröffnung zwei Prozent zu.

+++ 08.02 Uhr: Tokioter Börse schließt im Minus +++

Der Aktienmarkt in Tokio schließt im Minus. Die Verluste sind allerdings begrenzt, da mit einem Anstieg der Kurse in den USA im Laufe des Tages gerechnet wird. Der Nikkei-Index verliert 0,6 Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index gibt um 0,75 Prozent nach.

+++ 04:20 Uhr: Gold knackt 1800-Dollar-Marke +++

Der Goldwert steigt angesichts der Finanzmarktkrise immer weiter an. An der Börse von Hongkong überschreitet der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls erstmals die Marke von 1800 Dollar.

+++ 00.26 Uhr: Lateinamerikas Börsen uneinheitlich +++

In Lateinamerika haben die drei Hauptbörsen mit nur leichten Schwankungen auf die allgemeine Unstabilität der Märkte reagiert. Im brasilianischen São Paulo legte der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) 0,49 Prozent zu. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt verlor 0,50 Prozent. Im Börsenhandel in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires fiel der Merval-Index um 1,89 Prozent auf.

ins/mad/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters