Im Tarifkonflikt des Nahverkehrs ist der Warnstreik bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) am Wochenende fortgesetzt worden. Straßenbahnen und Busse blieben am Samstag in den Depots, wie Gewerkschaftssekretär Lou Hauser sagte. Am Sonntag organisierten die Verkehrsbetriebe einen Notfahrplan. Einzelne Bus- und Straßenbahnlinien wurden bedient, wie aus den Verkehrsmeldungen der LVB hervorging.
Bereits am Freitag waren in Sachsens größter Stadt Busse und Bahnen ausgefallen. Rund 400 Kolleginnen und Kollegen hätten sich an dem Ausstand beteiligt, hieß es von der Gewerkschaft. Der Warnstreik sollte bis Sonntagnacht dauern. Ab dem frühen Montagmorgen sollten auch in Leipzig die Busse und Bahnen wieder normal verkehren.
Tarifverhandlungen bisher ergebnislos
Hintergrund ist der Tarifkonflikt für den Personennahverkehr. Verdi hatte bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. In Sachsen waren am Freitag die kommunalen Verkehrsbetriebe in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen betroffen. Nur in Leipzig wurde Warnstreik verlängert.
Die Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen sind bislang ergebnislos geblieben. Verdi fordert vor allem Entlastungen bei den Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie bessere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber verweisen auf bereits vereinbarte Entgelterhöhungen und sehen die finanziellen Spielräume ausgeschöpft. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. März geplant.