Tarifrunde öffentlicher Dienst Bildungsstreik in Sachsen – Tausende fordern mehr Gehalt

Beschäftigte aus dem Bildungsbereich demonstrieren in Leipzig für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen. Foto: Jan Woi
Beschäftigte aus dem Bildungsbereich demonstrieren in Leipzig für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen. Foto
© Jan Woitas/dpa
Nicht nur in Sachsen: Bundesweit legen Erzieher und Lehrkräfte die Arbeit nieder. Was hinter den Forderungen nach mehr Geld und besseren Bedingungen steckt.

Tausende Beschäftigte aus dem Bildungsbereich haben in Sachsen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen demonstriert. Sie folgten einem bundesweiten Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum "Streiktag Bildung". Wie die GEW mitteilte, versammelten sich in Leipzig rund 3.000 Menschen zu Kundgebung und Demonstration.

Forderungen nach mehr Verlässlichkeit

"Die Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, Schulen, Hochschulen sind ein bedeutsames Bindeglied in der Gesellschaft", sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik in Leipzig. Gerade in anstrengenden Zeiten sei Verlässlichkeit in der Bildung entscheidend. "Genau deshalb streiken wir heute", betonte sie und forderte gute Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung.

Die Gewerkschaften verlangen in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro im Monat. Zudem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 200 Euro mehr erhalten, die Lehrkräfte-Entgeltordnung weiterentwickelt und ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte eingeführt werden.

Nach Angaben der GEW zogen die Demonstrierenden im Anschluss an die Auftaktkundgebung in Leipzig durch die Innenstadt. Im weiteren Verlauf waren eine Zwischenkundgebung sowie eine Abschlusskundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz geplant. An der Demonstration beteiligen sich auch Streikende aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Parallel versammelten sich in Dresden laut GEW rund 2.500 Menschen zu einer weiteren Streikkundgebung.

Streikschwerpunkte in ganz Deutschland

Der "Streiktag Bildung" ist Teil bundesweiter Aktionen. Neben Leipzig gehören auch Berlin, Hamburg, Köln und Mannheim zu den zentralen Streikschwerpunkten. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder, die nach zwei ergebnislosen Runden Mitte Februar fortgesetzt werden sollen.

dpa