Die Volleyball-Frauen des VfB Suhl haben die Sensation perfekt gemacht. Das Team von Trainer Laszlo Hollosy gewann am Mittwochabend auch das dritte Playoff-Finalspiel gegen den Dresdner SC mit 3:0 (25:20, 25:16, 25:22) und nutzte in der "Best-of-five"-Serie gleich die erste Titelchance. Damit sicherten sich die Thüringerinnen erstmals in der Vereinsgeschichte den deutschen Meistertitel und krönen ihre überragende Saison zugleich mit dem Double.
Vor mehr als 1800 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsgrube bezwangen die Suhlerinnen den sechsmaligen Meister aus Dresden, der schon im Pokal-Halbfinale am VfB gescheitert war, mit einer überzeugenden Leistung in Angriff und Abwehr. Damit blieb die Mannschaft um die starke Diagonalangreiferin Monika Brancuska im 18. Spiel hintereinander in der heimischen Halle ungeschlagen. Die letzte Niederlage hatten sie zu Saisonbeginn ausgerechnet gegen die DSC-Damen kassiert.
"Das ist ein historischer Sieg. Ich habe keine Worte dafür. Der VfB Suhl ist Pokalsieger und deutscher Meister, das ist unglaublich. Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft", sagte VfB-Trainer Laszlo Hollosy am Dyn-Mikrofon.
Fairer Verlierer
Für die Gäste aus Sachsen, die in der gesamten Finalserie mit einer Infektwelle im Team zu kämpfen hatten, reichte es trotz Moral und großem Willen nicht, die Serie noch einmal offen zu gestalten und zumindest ein weiteres Heimspiel zu sichern.
"Vielleicht hätten wir die Serie noch ein bisschen offener gestalten können, wenn wir alle in einer guten gesundheitlichen Verfassung dabei gehabt hätten", sagte Trainer Alexander Waibl. "Aber damit will ich die Leistung von Suhl keineswegs schmälern." Selbst in Bestbesetzung wäre es für sein Team eine riesige Aufgabe gewesen. "Glückwunsch an Suhl, sie sind verdient Meister geworden und haben verdient das Double gewonnen."