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Kampf gegen Corona 35 Millionen Menschen in Deutschland noch nicht geimpft – eine Aufschlüsselung

Corona Impfung
Ein Arzt hält eine Schale mit einer Spritze mit dem Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus in den Händen
© Robert Michael/ / Picture Alliance
Rund 83 Millionen Menschen leben in Deutschland. Mehr als die Hälfte von ihnen, knapp 48 Millionen, hat mittlerweile mindestens eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten. Fehlen also noch 35 Millionen. Wer sind die Ungeimpften?

Kinder und Jugendliche: Laut Statistischem Bundesamt leben etwa 13,7 Millionen Menschen unter 18 Jahren in Deutschland, 16,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Vier Prozent von ihnen waren am 8. Juli 2021 mindestens einmal geimpft, 96 Prozent beziehungsweise rund 13,2 Millionen im Umkehrschluss noch nicht. Die Zahl der Unter-Zwölfjährigen beträgt wiederum rund zehn Millionen. Für sie ist bislang kein Corona-Impfstoff zugelassen. Ohne sie bleiben etwa 3,2 Millionen theoretisch impffähige Minderjährige. Bei der Entscheidung über ihre Immunisierung dürfte stark ins Gewicht fallen, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) für sie (noch) keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat.  

Sieben Millionen Impfskeptiker? 

Impfunwillige: Ohne Minderjährige bleiben – Stand jetzt – wiederum noch rund 21 Millionen erwachsene Ungeimpfte über. Unter ihnen führt das RKI regelmäßig repräsentative Befragungen zur Impfbereitschaft durch. Insgesamt knapp 17 Prozent der Ungeimpften gab dabei zuletzt an, sich "auf keinen Fall" oder "eher nicht" impfen lassen zu wollen. Hochgerechnet wären das derzeit etwa 3,6 Millionen Menschen. Rund 16 Prozent der Befragten (rund 3,4 Millionen hochgerechnet) gaben an, "unentschlossen" zu sein. Macht also hochgerechnet sieben Millionen Menschen. Zugegeben: Das ist sehr theoretisch. Wie viele Impfunwillige es am Ende wirklich gibt, muss abgewartet werden. Zieht man aber die hochgerechneten sieben Millionen mutmaßlichen Impfunwilligen und -skeptiker von den oben erwähnten 21 Millionen ab, bleiben 14 Millionen noch ungeimpfte Erwachsene über, nahezu zwölf Prozent der deutschen Geamtbevölkerung. Da derzeit jeden Tag hunderttausende Spritzen gesetzt werden, nimmt ihre Zahl immer weiter ab.  

Bei null wird sie aber mutmaßlich nicht landen. Denn: Es gibt auch Menschen, denen aus gesundheitlichen Gründen, von einer Impfung abgeraten wird. Außerdem gelten einige Gruppen als schwer erreichbar für ein Impfangebot, zum Beispiel Menschen in bestimmten Berufen (zum Beispiel Beschäftigte in der Fleischindustrie, bei Paketdiensten, im Öffentlichen Personennahverkehr, im Baugewerbe, im Reinigungsgewerbe sowie auch Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter), Langzeitpatientinnen und -patienten in psychiatrischen Krankenhäusern sowie Bewohnerinnen und Bewohner sozial benachteiligter Stadtteile. Ihre Zahl ist allerdings schwerlich genau zu beziffern. 

Quellen: Destatis, RKI (1)/(2), Land NRW

rös

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