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Coronavirus Schützt mich eine Maske auch dann, wenn sonst keiner eine trägt?

Coronavirus Maske Schutz
Masken halten Aerosole und Tröpfchen zurück, die beim Sprechen oder Atmen entstehen
© damircudic / Getty Images
Ob im Restaurant oder auf privaten Feiern: Nicht überall sind Masken vorgeschrieben. Nutzt es dann überhaupt, selbst eine zu tragen, wenn niemand sonst das tut? Die Antwort fällt klar aus.

An vielen Orten sind Masken vorgeschrieben, etwa in Bus, Bahn oder im Supermarkt. Anders ist das am Tisch im Restaurant oder im Fitnessstudio: Hier ist der Eintritt über 2G oder 3G geregelt – es gilt keine generelle Maskenpflicht. Viele Menschen fragen sich aber: Kann ich mich selbst durch eine OP- oder FFP2-Maske schützen, auch wenn sonst niemand eine trägt?

Die Antwort lautet: Ja. Und: Von einer gut sitzenden FFP2-Maske ist mehr Schutz zu erwarten als etwa von einer dünnen OP-Maske, allerdings ist auch diese besser als nichts.

Wann Masken optimal schützen

Wichtig ist aber zu betonen, dass die Maske vor allem dann ihr volles Können entfaltet, wenn jeder und jede in einem Raum sie trägt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ist eine infizierte Person anwesend, werden virenhaltige Tröpfchen und Aerosol-Partikel direkt an der Quelle abgefangen und können sich erst gar nicht in der Raumluft anreichern. Einzelne Partikel, die diese Hürde überwinden, bleiben mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens an der Außenseite der übrigen Masken kleben. Mit anderen Worten: Tragen alle Masken, profitieren alle, da sich die Schutzwirkung aus Selbst- und Fremdschutz gegenseitig verstärkt.

Das bedeutet aber nicht, dass eine eigene Maske nutzlos ist, wenn das Gegenüber keine trägt – im Gegenteil: In einer Laborstudie konnten Forschende aus Tokio zeigen, dass Träger durchaus profitieren. So reduzierte bereits eine einfache Baumwollmaske die Virusaufnahme um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu keiner Maske. OP-Masken schnitten noch etwas besser ab, und eine professionelle N95-Maske mit perfektem Sitz (am ehesten vergleichbar mit FFP2) blockierte bis zu 90 Prozent. Laborstudien sind allerdings nicht eins zu eins auf den Alltag zu übertragen, viele Faktoren spielen eine Rolle, darunter die Virenkonzentration in der Luft.

Auf guten Sitz achten und Schutzmaßnahmen kombinieren

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte eine Maske mit hohem Selbstschutz wählen (FFP2) und auf einen guten Sitz achten – so tun es beispielsweise auch Notärzte oder Pflegekräfte im Umgang mit Patienten. Aber auch OP-Masken und Stoffmasken sind im Alltag besser als nichts, etwa wenn keine FFP2-Maske zur Hand ist. 

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Dabei ist wichtig zu wissen: Selbst beste Masken schützen nicht zu 100 Prozent vor einer Ansteckung, erst recht nicht, wenn die Luft voller Viren ist. Hohe Viruskonzentrationen sind beispielsweise in geschlossenen, schlecht gelüfteten und stark frequentierten Innenräumen zu erwarten, etwa in Diskotheken, Bars und Restaurants. Hier sollte zusätzlich auf weitere Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten und/oder Lüften geachtet werden.

Und: Der beste Schutz vor Covid-19 ist nach wie vor die Impfung.

Quelle:"New York Times"

ikr

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