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Umfrage Würden Sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen?

Eine Freiwillige lässt sich den von der Universität Oxford mit dem Pharmakonzern Astrazeneca entwickelten Impfstoff injizieren
Eine Freiwillige lässt sich den von der Universität Oxford mit dem Pharmakonzern Astrazeneca entwickelten Impfstoff injizieren
© John Cairns/University Of Oxford/PA Media / DPA
Bereits drei Entwickler haben erste positive Daten zu ihren Corona-Impfstoffen präsentiert. Womöglich sollen noch in diesem Jahr erste Impfungen erfolgen. Wie stehen Sie einer Impfung gegenüber? Machen Sie mit bei unserer Umfrage.

"Wir dürfen damit rechnen, dass es im Dezember eine erste Zulassung für einen Impfstoff gibt", sagt Jens Spahn (CDU). "Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen." Der Gesundheitsminister hat allen Grund zur Zuversicht: Am Montag meldeten die dritten Entwickler positive Testergebnisse für ihren Corona-Impfstoff an. Das von der Universität Oxford und dem Pharmakonzern Astrazeneca hergestellte Mittel biete nach vorläufigen Studiendaten einen rund 70-prozentigen Schutz vor Covid-19, teilte die Firma mit. Zuvor hatten bereits die Unternehmen Biontech und Pfizer sowie Moderna für ihre beiden Impfstoffe Wirksamkeiten von über 90 Prozent berichtet – basierend auf vorläufigen Daten.

Es ist also gut möglich, dass in Deutschland noch in diesem Jahr damit begonnen wird, Menschen gegen das Coronavirus zu impfen. Für eine Herdenimmunität rechnen viele Experten damit, dass man rund zwei Drittel der Bevölkerung impfen müsste, also rund 55 Millionen Deutsche. Doch wo fängt man an? 

Positionspapier zur Corona-Impfstrategie

Der Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die Ständige Impfkommission haben dazu ein Positionspapier verfasst, das der Regierung dabei helfen soll, ihre Entscheidungen zu treffen, wenn es soweit ist. Demnach sollen zuerst gezielt besonders gefährdete Personen geimpft werden, also vor allem Risikopatienten und damit Senioren und Vorerkrankte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits angedeutet, dass auch Beschäftigte im Gesundheitswesen wie Ärzte und Pfleger vorrangig Zugang zu Impfdosen erhalten sollen. Laut dem Positionspapier sollten anschließend Menschen aus sogenannten systemrelevanten Berufen geimpft werden, also etwa Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute. In einer weiteren und letzten Phase wäre dann die erwachsene Allgemeinbevölkerung dran.

Wie genau die Impfstrategie der Bundesregierung aussehen wird, wird sich noch zeigen. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Bereitschaft in der Bevölkerung für die Impfungen: Wollen Sie sich impfen lassen? Was glauben Sie, wie schnell das normale Leben zurückkehren wird mit einem wirksamen Impfstoff und wie sehen Sie den aktuellen Lockdown? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil.

Quellen: Positionspapier Ethikrat, Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und Ständige Impfkommission

fin

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