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Öko auf dem stillen Örtchen: Es gibt jetzt wiederverwendbares Klopapier - das sagt eine Keim-Expertin dazu

Aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, Alltagsgegenstände mehrfach zu benutzen. Aber gilt das auch für wiederverwendbares Toilettenpapier? Eine Keim-Expertin kann über den Öko-Trend nur die Nase rümpfen.

Wiederverwendbares Klopapier von "Posh Cloth"

Wiederverwendbares Klopapier von "Posh Cloth"

Wiederverwendbare Kaffeebecher, Stoffwindeln und Leinentüten: "Zero Waste" ist im Trend. Viele Menschen versuchen derzeit, möglichst wenig Müll zu produzieren und setzen stattdessen auf nachhaltige Artikel. Das soll der Umwelt zugute kommen. Eine kanadische Firma zeigt: Das Motto ist auch auf das Badezimmer übertragbar. Genauer gesagt: auf die Kloschüssel, beziehungsweise das, was darin landet - oder eben nicht.

Die Firma "Posh Cloth" hat sich auf wiederverwendbare Hygiene-Artikel spezialisiert und verkauft seit einigen Monaten auch wiederverwendbares Klopapier. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um Papier, sondern um bunte Stofflappen - so schön farbenfroh und handlich, dass man sie am liebsten als Deko an die Kühlschranktür pinnen möchte. Ein Foto des Öko-Klopapiers haben sie vor einigen Monaten auf Facebook gepostet.


Die bunten Lappen werden wie herkömmliches Toilettenpapier benutzt - mit einem wichtigen Unterschied: Sie landen nicht in der Kloschüssel, sondern in einem Eimer, werden gesammelt und schließlich wie herkömmliche Wäsche in der Waschmaschine gewaschen. Umweltbewusste Blogger tauschen sich schon seit vielen Jahren über diese Methode aus. Als wiederverwendbares Klopapier benutzen sie zum Beispiel kleingeschnittene Handtücher und Bademäntel. Einige Blogger verwenden die Tücher ausschließlich für Urin. Andere benutzen das Öko-Klopapier aber auch für das "große Geschäft". 

Keim-Expertin warnt: "eine riskante Methode"

Die Stofflappen mögen gut für die Umwelt sein - doch sind sie auch gesund? Kelly Reynolds ist Gesundheitsexpertin an der "University of Arizona" und forscht unter anderem zu Bakterien-Verunreinigungen im Haushalt. Im Gespräch mit "USA Today" warnt sie ausdrücklich vor dem Öko-Klopapier: "Die Anwendung ist riskant. Die Gefahr einer Kreuz-Kontamination vom Badezimmer auf die Wäsche ist sehr groß. Wenn Sie die Tücher waschen, übertragen Sie die Keime auf die gesamte Wäsche." Nach Ansicht der Expertin kann so auch die Wäsche nachfolgender Waschgänge verunreinigt werden. 

Wie sich das verhindern lässt? Mit einer hohen Waschtemperatur. Und Bleiche. Das rät zumindest Reynolds. Wäsche kochen und Bleichmittel benutzen? Der ökologische Nutzen der Stofftücher löst sich damit in Luft auf. 

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ikr
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.