FORSCHUNG Kamera soll menschliches Auge ersetzen

Künstliche Augen für Blinde sind vielleicht bald keine Zukunftsmusik mehr: Ein neu entwickelter Mikrochip mit Bilderkennungs-Programm ist klein genug für eine Kamera.

Bei der Entwicklung von künstlichen Augen für blinde Menschen ist die Wissenschaft möglicherweise einen wichtigen Schritt weitergekommen. Wie Peter Urbanek von der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg berichtete, gelang es Forschern seines Instituts, ein Bilderkennungs-Programm von einem Großrechner auf einen Mikrochip zu überführen.

»Eine Zukunft mit gigantischen Möglichkeiten«

Ein solcher Chip lasse sich problemlos in eine Kamera integrieren, sagte der Professor im Fachbereich Informationstechnik. Bislang sei der Platz, den ein Großrechner einnehme, eines der Hauptprobleme der Forschung an menschlichen Sinnesorganen gewesen. »Auch wenn es erst ein kleines Programm mit wenigen Funktionen ist, so ist es dennoch der erste Schritt in eine Zukunft mit gigantischen Möglichkeiten.«

»Sehendes Auto«

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für die Chips ist nach den Worten Urbaneks das »sehende Auto«, bei dem die Computertechnik den mechanischen Rückspiegel ersetzen und so für mehr Sicherheit sorgen soll.

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