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Covid-19 "Dafür eine Sekunde länger in die Augen gucken": Darauf achtet Merkel im Kampf gegen Corona

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht bei einer Pressekonferenz zur Entwicklung beim Coronavirus
Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht bei einer Pressekonferenz zur Entwicklung beim Coronavirus
© Michael Kappeler / DPA
Angela Merkel hat sich erstmals in einer Pressekonferenz nur zum Coronavirus geäußert. Darin skizzierte die Bundeskanzlerin auch, worauf sie persönlich im Kampf gegen die Infektion achtet

Was tun im Kampf gegen das Coronavirus? Die neuartige Lungenkrankheit beeinflusst das öffentliche Leben in Deutschland immer stärker, zahlreiche Kultur- und Sportveranstaltungen wurden schon abgesagt. Hintergrund: Die Ausbreitung und Infizierungen sollen verlangsamt werden, eine Eindämmung ist erstmal nicht in Sicht.

"Alle Maßnahmen, die wir machen, sind von allergrößter Bedeutung, weil sie uns Zeit geben", betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich bei der Bundespressekonferenz erstmals nur zu dem Coronavirus äußerte (lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen nach). Dabei skizzierte Merkel auch persönliche Maßnahmen, die sie im täglichen Umgang mit der Infektion beachte. Ein Überblick:

Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Auch hier ist Maß und Mitte die richtige Antwort"

  1. Der Handschlag. Ist das noch das angemessene Begrüßungsritual, wollten Journalisten von ihr wissen? Merkel: "Dafür eine Sekunde länger in die Augen gucken und lächeln, und nicht schon mit der Hand beim Nächsten sein, ist auch eine gute Möglichkeit." Hoch im Kurs ist zur Zeit der Ellenbogen-Gruß: Statt der Hand wird der Ellenbogen ausgestreckt, um möglichen Infektionen durch direkten Körperkontakt vorzubeugen. 
  2. Der Abstand. Darauf angesprochen, wie sie sich fühle, wenn sie in den Raum der Bundespressekonferenz blicke, erklärte Merkel: Sie sei einen Schritt zurückgetreten, als die Fotografen ihre Fotos machten. "Damit der Abstand von einem bis 1,5 Metern gewahrt ist." Dann habe sie, "nachdem man mich so oft darauf aufmerksam gemacht hat", wie viele der anwesenden Medienvertreter die Hand im Gesicht hätten. "Was man ja nicht haben soll", so Merkel. "Und dann sage ich, es wäre noch schöner, Sie könnten in einem Meter Abstand zueinander sitzen, aber das können wir nicht überall gewährleisten." Ansonsten freue sie sich, alle gesund zu sehen.
  3. "Hamsterkäufe". Die Bundeskanzlerin hat angesichts von "Hamsterkäufen" – also dem Horten von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen – zu "Maß und Mitte" aufgerufen. Merkel sagte, dass man eine bestimmte Bevorratung habe, sei auch durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durchaus empfohlen. Sie fügte aber hinzu: "Auch hier ist Maß und Mitte die richtige Antwort."


Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ging in der Pressekonferenz "auf die ganz praktischen Dinge" im Umgang mit dem Coronavirus ein. "Im Grunde ist das Verhalten so zu empfehlen, als wenn man wüsste, dass der neben oder mit einem eine Grippe hat." Grund: Weil die Übertragungswege des Coronavirus denen von Erkältungskrankheiten ähneln würden.

"Diese einfachen Verhaltensweisen, die jeder kennt aus dem Alltag, sind genau die, die jetzt helfen, wenn wir sie konsequent durchhalten", so der Gesundheitsminister. Dazu gehöre etwa auch, sich eine Zeit lang nicht mit dem Handschlag zu begrüßen. Aber auch regelmäßiges Händewaschen und die Meidung von Großveranstaltungen gehörten zu den Maßnahmen, die jeder umsetzen könne.

fs DPA

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