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Kampf gegen Corona Luca-App: So funktioniert das digitale Servicetool – Zettelchaos adé?

Sehen Sie im Video: So funktioniert die Luca-App im Kampf gegen Corona – Zettelchaos adé?




Ein Service-Tool für Gesundheitsämter: die Luca App will ein Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie sein. Restaurants, Einzelhändler und Veranstalter setzen große Hoffnungen in die App, hinter der unter anderen die Band "Die Fantastischen Vier" und die Firma neXenio stehen. Mit der Anwendung lassen sich Kontaktdaten erfassen. Gäste beziehungsweise Besucher erhalten einen QR-Code, der mit der Handy-App gelesen wird. Bei einer Infektion werden die Daten direkt und verschlüsselt an die kooperierenden Gesundheitsämter übermittelt. App statt bisheriger Zettelwirtschaft. Musiker Smudo unterstützt die App. "Ja, es ist doch klar, dass wir das machen, wir wollen gerne wieder Konzerte machen, wir wollen ja gerne, dass es wieder normal wird. Wir sind an Luca geraten, als wir letztes Jahr unsere 300.000-Ticket-Tour nicht machen konnten, die wir jetzt vor uns her schieben. Und wir wollen gerne wieder auf die Bühne. Auf der Suche nach Möglichkeiten, vielleicht wieder in irgendeiner Form eine große Menge von Menschen sozusagen mit Mitteln der Informatik zuzuschneiden, dass man vielleicht doch Konzerte unter Hygiene-Bedingungen machen kann, sind wir an die Entwickler von Luca gekommen. Dann haben wir gesehen: Okay, das wird zwar so nicht gehen, aber wir brauchen auf jeden Fall eine Entlastung der Gesundheitsämter. Lasst uns ein Service-Tool zur Entlastung der Gesundheitsämter bauen und haben mit den Ämtern gesprochen, haben mit Virologen, Epidemiologen gesprochen und Luca immer mehr optimiert. Und jetzt ist es da, wo es hingehört." Die Anwendung ist nicht nur für Kulturveranstaltungen denkbar, sondern auf in allen Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wo Menschen zusammen kommen. Anders als bei der Corona-App loggt man sich über QR-Codes - also ganz bewusst – an den verschiedenen Aufenthaltsorten ein. "Und wenn auf die Daten zugegriffen wird und ich dann angerufen werde, ob ich Luca benutze, und meine Historie freischalten möchte: Das ist ein freiwilliger Vorgang, das kann ich auch verneinen, nee, möchte ich nicht. Und da ist sozusagen auch Datenschutz gewährleistet. Und ich bekomme mit, dass wenn das Gesundheitsamt auf meine Daten zugreifen möchte, weil sie über das Restaurant gehen, bekomme ich auch eine Meldung. Ich bin also jederzeit Herr über meine Daten und bestimme selbst, was von mir, was von mir preisgegeben wird." Das jeweilige Restaurant oder Taxi bekomme die Daten nicht, diese würden ausschließlich bewusst über ein TAN-Verfahren an das Gesundheitsamt übermittelt, sobald es zu einer Infektion gekommen ist. Patrick Hennig hat die Firma neXenio, die Luca entwickelt, gegründet. "Es gibt in dem Bereich, in dem wir uns tummeln keine andere App. Es gibt ganz viel Kontakt-Erfassung, also digitale Dokumentationspflicht. Und da haben wir im letzten Sommer gesehen, dass digitale Dokumentationspflicht in den Gesundheitsämtern nicht für eine Entlastung sorgt. Kann man sich einfach vorstellen, wenn in einem Stadion 1000 Leute sitzen und am Ende kriegt ein Gesundheitsamt 1000 Kontaktdaten. Wer soll die anrufen? Da braucht es einen automatisierten Prozess. Und das macht Luca. Und da ist uns keine andere Lösung bekannt, die genau in dem Bereich unterwegs ist. Aber insofern hoffen wir einfach, dass es in die Breite kommt. Es kommt ja jetzt schon in die Breite. Wir haben irgendwie knapp 200 Gesundheitsämter, die daran interessiert sind. Auch jetzt schon. Das heißt, es ist momentan eigentlich nur durch unsere Hände und Füße limitiert, das an alle auszurollen." 200 Gesundheitsämter interessiert? 1 Millionen Downloads? Dann müssten nur noch die Leute mitziehen. Je mehr Nutzer die App findet, desto sinnvoller ließe sich die Pandemie bekämpfen, so die Erfinder.
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Anders als bei der Corona-App loggt man sich bei Luca über QR-Codes – also ganz bewusst – an den verschiedenen Aufenthaltsorten ein. Der Datenschutz sei gewährleistet, so die Entwickler.

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