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Studie Ärzte warnen: Kinder sollten nicht zu viel mit dem Smartphone spielen

Kind spielt mit einem Smartphone
Kind spielt mit einem Smartphone. Ärzte warnen nun davor.
© praetorianphoto/gettyimages
Smartphone haben im Kinderzimmer nichts zu suchen, sagen Experten. Spielen die Kleinen zu viel mit dem Handy der Eltern, könnte sich ihre Sprachentwicklung verzögern. Auch Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen stehen im Zusammenhang mit dem Smartphone.

Kinder haben es voll drauf: Ob Sperrbildschirm entriegeln oder per Touchscreen Spiele daddeln - schon die Kleinsten können heute fast problemlos mit dem Smartphone der Eltern umgehen. Kinderärzten gefällt diese Entwicklung gar nicht. Auf einem Medizinerkongress, auf dem die Mediennutzung von Heranwachsenden diskutiert wurde, machten die Kinder- und Jugendärzte klar: Kinder sollten nicht zu lange mit dem Handy der Eltern herumspielen, berichtet das "Ärzteblatt"

Rund 70 Prozent der Kinder im Krippen- und Kita-Alter dürfen regelmäßig länger als eine halbe Stunde das Smartphone der Eltern nutzen, so das Ergebnis einer seit dem vergangenen Jahr laufenden Studie in Kinderarztpraxen. Untersucht wurde die Mediennutzung von Ein-bis Sechsjährigen, berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, so das "Ärzteblatt". Sie fordern, dass das Smartphone eigentlich gar nichts in Kinderzimmern verloren hätte. Eltern sollten die Nutzungszeit klar reglementieren. Wie die Studie zeigt, für die Ergebnisse von mehr als 3000 Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern und Befragungen von Eltern ausgewertet wurden, kann übermäßiger Handykonsum bei kleinen Kinder schwere Folgen haben. So könne sich die Sprachentwicklung bei Kleinkindern verzögern oder sie gar gehemmt werden. Außerdem steht die Smartphonenutzung im Zusammenhang mit der Entwicklung von Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen bei Kindern.

Ältere Kinder sind suchtgefährdet

Bereits 2015 wurden Ergebnisse einer anderen Untersuchung vorgestellt. Damals zeigte sich, dass rund acht Prozent der Jugendlichen im Alter von 8 bis 14 Jahren suchtgefährdet seien. Durch die dauerhafte Ablenkung durch das Smartphone gaben die Kinder an, unkonzentrierter bei den Hausaufgaben zu sein oder auch unüberlegt persönliche Daten weitergegeben zu haben. Laut einer Befragung des Branchenverbandes Bitcom besitzen rund 85 Prozent der Jugendlichen ab 12 Jahre bereits ein eigenes Smartphone.

kg

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