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Speicheltests: Tummelplatz Spucke

Speichel lebt: Winzige Mikroben helfen uns so beim Verdauen. Sind wir erkältet, vergrippt oder sonstwie krank, finden sich in unserem Mundsekret auch Bakterien oder Viren, die dort nicht hingehören.

Auf die Schliche kommt die Laborantin den Übeltätern mit Geduld und Spucke

Auf die Schliche kommt die Laborantin den Übeltätern mit Geduld und Spucke

Besteht Unklarheit über die Ursache Ihrer Beschwerden, können Proben Ihres Speichels oder Ihrer Schleimhäute Aufschluss geben. Die Sekrete können im Labor genauer untersucht werden: Zum Schluss steht fest, welche Viren oder Bakterien sich in Ihrer Mundhöhle tummeln.

Um die Probe zu bekommen, reibt der Arzt mit einem sterilisierten Wattetupfer kräftig über die Schleimhaut. Diesen Abstrich sollte er nicht später als etwa drei Tage nach Ausbruch der Krankheit machen, denn danach geht die Anzahl der Erreger stark zurück.

Auch eine Speichelprobe und ein Rachen- oder Nasenabstrich können im Labor auf Erreger untersucht werden: bei kompliziertem Verlauf der Erkrankung, bei zuvor bestehenden Lungenkrankheiten sowie nach einem Aufenthalt im Krankenhaus.

Andere spezielle Methoden können gegebenenfalls helfen, die Erreger auch nach sieben Tagen noch nachzuweisen. Oft dauern diese Tests aber lange und können nur in speziellen Labors gemacht werden.

Wolfgang Schillings

Wissenscommunity