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Grippe 2018: 35.000 neue Fälle: Hier sehen Sie, wie die Grippewelle über Deutschland rollt

Die Grippe breitet sich weiter in Deutschland aus. Allein in der vergangenen Woche gab es 35.000 neue Fälle - ein vorläufiger Höhepunkt. Aktiv ist vor allem ein Virusstamm, gegen den der Dreifachimpfstoff nicht optimal schützt. 

Die Grippe breitet sich rasant in Deutschland aus

Die Grippe breitet sich rasant in Deutschland aus - die Grafik zeigt die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen in der achten Kalenderwoche.

Rund 35.300 neue Influenzafälle, allein in einer Woche: Die Grippewelle in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Wie das RKI mitteilte, wurden in der aktuellen Grippesaison nun insgesamt mehr als 119.500 Influenzafälle registriert. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung geraten die Praxen wegen der Grippewelle an ihre Grenzen.

Die rund 35.500 neu registrierten Fälle bedeuten eine deutliche Zunahme im Vergleich zur Vorwoche, in der rund 23.400 neue Fälle registriert worden waren. Nahezu flächendeckend verzeichnen die Wissenschaftler derzeit in Deutschland stark erhöhte Fallzahlen - unter anderem in der Westhälfte Deutschlands sowie in weiten Teilen Sachsens, Nordbayerns und Südthüringens.

Die Animation zeigt die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen in Deutschland im Verlauf der Kalenderwochen 1 bis 8. Das Bildmaterial stammt von der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts.

Kassenärztechef Andreas Gassen sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die anhaltende Grippewelle führe viele Arztpraxen an die Grenzen ihrer Behandlungsmöglichkeiten.  Die Ärzte stemmten die Herausforderung "und versorgen die außergewöhnlich vielen grippekranken Patienten". Allerdings bat Gassen Patienten auch "um Verständnis dafür, falls Terminplanungen auf Grund des Ansturms auf die Praxen kurzfristig verändert werden müssen".

Wie die "FAZ" unter Berufung auf das RKI weiter berichtete, starben bundesweit bislang mindestens 213 Menschen an den Folgen der Grippe. Dem Institut zufolge seien dies aber weniger als im Vorjahr. Ein Grund dafür sei, dass eher Jüngere von der Grippewelle betroffen seien, alte Menschen dagegen weniger stark.

Grippe 2018: Mangelnder Schutz durch Dreifachimpfstoff

Patientenschützer warfen derweil Krankenkassen und Behörden Versagen bei der aktuellen Grippewelle vor. Bereits im vergangenen November habe die ständige Impfkommission die sogenannte Vierfachimpfung gegen Grippe empfohlen, schrieb der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, in einem Beitrag für die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Viele Kassen zahlten aber weiterhin nur für den halb so teuren Dreifachwirkstoff.

"Dabei fehlt der Dreifachimpfung ein entscheidender Influenzastamm, der für zahlreiche, teils schwerwiegende Erkrankungen verantwortlich ist", betonte Brysch. Der gemeinsame Bundesausschuss der Kassen habe die Vierfachimpfung für gesetzlich versicherte Risikopatienten noch immer nicht verbindlich geregelt.

Eine Entscheidung werde erst für April dieses Jahres erwartet - dies sei "viel zu spät für die diesjährige Grippesaison", kritisierte Brysch. Der Bundestag müsse für Gefährdungssituationen wie diese dringend ein Eilverfahren einführen.

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ikr / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.