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Kampf gegen Aids: Billigere Medikamente für Millionen Menschen

Dem ehemaligen US-Präsident Bill Clinton ist beim Kampf gegen Aids ein Durchbruch gelungen: Zwei Pharmakonzerne willigten ein, Aids-Medikamente in Entwicklungsländern künftig günstiger anzubieten.

Millionen Aids-Patienten in Entwicklungsländern sollen künftig billigere Medikamente erhalten. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat mit zwei indischen Pharmakonzern vereinbart, die Preise für Aidsmittel in diesen Ländern zu senken. "Sieben Millionen Menschen in Entwicklungsländern brauchen Aids-Medikamente", sagte Clinton. "Wir versuchen, ihnen mit der besten Medizin zu helfen, die heute verfügbar ist."

Die Vereinbarung mit den Generikaherstellern Cipla und Matrix Laboratories sehe vor, einige Mittel um bis zu 50 Prozent billiger anzubieten. Dabei geht es um so genannte antiretrovirale Medikamente: Sie werden eingesetzt, falls eine erste Wirkstoffkombination keine Wirkung mehr zeigt. Menschen in 66 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik können nun günstiger an die Mittel gelangen.

Ein Dollar am Tag genügt

Zudem wird erstmals auch für Kranke in Entwicklungsländern eine neuartige Pille erschwinglich, die nur noch einmal am Tag eingenommen werden muss. Das Mittel soll demnach weniger als einen Dollar pro Tag kosten.

Weltweit sind etwa 39 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, fast alle davon in den Entwicklungsländern. Seitdem die Krankheit vor 25 Jahren erstmals aufgetreten war, sind ungefähr 25 Millionen Menschen daran gestorben.Die Clinton Foundation setzt sich seit 2002 weltweit im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS ein.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
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