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Ärzte-Warnung wegen Masern: Berliner Eltern sollen ihre Babys zu Hause lassen

Die aktuelle Masern-Welle in Berlin hat Folgen: Ärzte empfehlen, Säuglinge wegen der Ansteckungsgefahr zu Hause zu betreuen. Und für Flüchtlinge soll es bald eine zentrale Impfstelle geben.

Wegen der Kriege in ihren Herkunftsländern klaffen bei vielen Asylbewerbern große Impflücken

Wegen der Kriege in ihren Herkunftsländern klaffen bei vielen Asylbewerbern große Impflücken

Der große Masern-Ausbruch in Berlin hat weitere Konsequenzen. Der Berufsverband der Kinderärzte riet wegen der Ansteckungsgefahr dazu, Säuglinge bis zum Abebben der Welle zu Hause zu betreuen. Grund ist das Risiko einer seltenen, aber tödlichen Spätfolge der Krankheit, teilte der Verband mit.

Um den Gesundheitsschutz für Flüchtlinge zu verbessern, soll es bis zum Sommer eine zentrale Impfstelle beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) geben. Das Angebot solle bestehende Möglichkeiten bei Bezirken und niedergelassenen Ärzten ergänzen, sagte Sprecherin Silvia Kostner.

In Berlin sind seit Oktober 652 Menschen an Masern erkrankt, teilte das Landesamt am Freitag mit. Allein in dieser Woche kamen mehr als 80 neue registrierte Fälle dazu. In der Hauptstadt ist es der größte Ausbruch seit dem Start des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001.

Seit Oktober sind 54 Babys unter einem Jahr an Masern erkrankt. Sie haben nach Angaben des Berufsverbandes ein höheres Risiko, als Spätfolge an einer chronischen Masern-Gehirnhautentzündung (SSPE) zu erkranken als ältere Kinder. Auch wenn SSPE sehr selten sei, führe sie immer zum Tod, sagte Jakob Maske, Landespressesprecher des Berufsverbandes der Berliner Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Es gebe keine Therapie.

Neugeborene sind nur geschützt, wenn Mütter geimpft sind

Pro Jahr sterben in Deutschland nach Angaben des Berufsverbands zwei bis sechs Kinder an SSPE. Die Tragik liegt für Ärzte und Eltern darin, dass Leiden und Tod der Kinder ohne Masern-Infektion vermeidbar gewesen wären. In Hessen ist die fünfjährige Aliana von SSPE betroffen. Sie erkrankte mit drei Monaten an Masern, weil ihre Mutter unzureichend geimpft war - und ist heute todkrank. Ihre Eltern appellierten eindringlich, den Masern-Impfschutz nicht zu vernachlässigen.

Nur durch eine Mutter mit vollständigem Impfschutz ist auch ein Neugeborenes in den ersten Monaten gegen Masern geschützt. Während der Schwangerschaft ist die Immunisierung nicht mehr möglich. Doch auch mit Nestschutz bleibt bis zur Kinderimpfung eine Lücke von einigen Monaten. Die Masernimpfung ist in Deutschland erst für Kinder ab neun Monaten zugelassen. Vorher würde die wahrscheinlich nicht wirken, sagte Jan Leidel, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission. "Wenn man auf Nummer sicher gehen will, bleibt man mit einem Säugling besser zu Hause."

Flüchtlinge sollen besser geschützt werden

Berlin will auch Flüchtlinge besser vor Ansteckungen schützen. Zurzeit werde gemeinsam mit den Bezirken ein Konzept für die zentrale Impfstelle erarbeitet, sagte Sprecherin Kostner. Viele Asylbewerber kommen aus Ländern, in denen das Gesundheitssystem durch Krieg

Die Ausbreitung von hochansteckenden Infektionskrankheiten wie Masern in den Unterkünften hat in der Hauptstadt auch schon dazu geführt, dass zur Vermeidung von Ansteckungen zeitweise Belegungs- und Verlegungstopps verhängt wurden. Das kann die Unterbringung erschweren.

Die zentrale Impfstelle soll mehr Flüchtlinge erreichen, rund 1500 kommen jeden Tag auf das Gelände des Lageso. "Das Interesse von Flüchtlingen an Impfungen ist oft groß", sagte Kostner. Viele syrische Kinder seien wegen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat zum Beispiel nicht mehr durchgeimpft. Darüber hinaus klaffen bei Asylbewerbern aus Balkanstaaten wie Bosnien aufgrund des Bürgerkriegs in den 90er Jahren große Impflücken.

Das war eine Ursache für die schnelle Verbreitung der Masern in einem Berliner Flüchtlingsheim im Oktober. Dass diese Krankheit dann um sich griff, lag allerdings am fehlenden Impfschutz vieler Berliner.

ono/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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