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Pflege für Haut und Haare: Taugt Kokosöl als Kosmetikprodukt?

Es soll Make-up entfernen, Haut und Haare pflegen und sogar gegen Akne helfen: Kokosöl wird oft als Kosmetikprodukt verwendet. Ist das sinnvoll? Eine Dermatologin klärt die wichtigsten Fragen.

Kokosöl in einem Glas.

Kokosöl als Pflege für Haut und Haare: Was taugt das Naturprodukt?

Kaum ein zweites Kosmetikprodukt erlebt derzeit einen solchen Hype wie Kokosnussöl: Es sei eine "Beauty-Wunderwaffe" heißt es auf Seiten im Netz, lindere Pickel, helfe gegen trockene Haut und sei ein echtes "Allround-Talent". Kann das Naturprodukt die Versprechen halten, die ihm zugeschrieben werden? Der stern hat mit Christiane Bayerl gesprochen. Sie ist Leiterin der Klinik für Dermatologie und Allergologie der "Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken" in Wiesbaden und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie (ADK).

Kokosöl wird derzeit häufig zur Hautpflege verwendet. Ist das sinnvoll?

Fette und auch Kokosöl können zur Hautpflege geeignet sein. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat trockene Haut, die Lipide zur Rückfettung braucht. Hier kann Kokosöl verwendet werden, aber auch jedes andere Öl, das für die Kosmetikherstellung zugelassen ist, zum Beispiel Mandel- oder Jojobaöl.

Wie wirkt Kokosöl?

Keime, die natürlicherweise auf der Haut leben, bauen das Öl ab. Dabei entstehen Substanzen wie Glycerin und Fettsäuren. Sie werden von der Haut aufgenommen und pflegen sie.

Wann sollte Kokosöl nicht verwendet werden?

Einige Menschen können allergisch auf bestimmte Substanzen des Kokosnussöls reagieren. Zum Glück sind solche Allergien jedoch sehr selten. Sollte die Haut nach dem Auftragen jucken oder kribbeln, ist es sinnvoll, das Öl oder Präparate mit Kokosnussöl wieder von der Haut abzuwaschen. Wird die Haut wund oder bilden sich Ekzeme, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.

In Internetforen wird Kokosnussöl zur Pflege bei Akne empfohlen. Die enthaltene Laurinsäure könne Pickel mindern, heißt es. Teilen Sie diese Einschätzung?

Öle im Allgemeinen und auch Kokosnussöl wirken komedogen – sie führen zu einer verstärkten Bildung von Mitessern. Deshalb können sie das Hautbild sogar noch verschlechtern. Öle oder ölige Cremes sollten daher nicht auf Haut verwendet werden, die zu Akne oder Unreinheiten neigt. Auch für glänzende, fettige Haut ist Kokosöl weniger geeignet. Männer sind hiervon häufiger betroffen als Frauen. Menschen, die zu fettiger Haut neigen, sollten Präparate verwenden, die mehr Wasser als Lipide enthalten.

Gibt es Studien zur Wirkung von Kokosnussöl bei Akne-Patienten?

Nein – das verbietet sich allein vom Studienaufbau her. Man weiß aus Erfahrung, dass Öle den Hautzustand eines Akne-Patienten verschlechtern. Deshalb testet man Kokosnussöl nicht an unreiner Haut, da es die Akne weiter verstärken könnte.

Kokosöl steckt in vielen Haarpflegeprodukten und wird auch pur in die Haare geknetet. Spricht da etwas dagegen?

Haare sind totes, verhorntes Gewebe – auch wenn uns die Werbung da oft etwas anderes vormachen will. Kokosöl kann Haaren einen schönen Glanz verleihen. Lediglich Allergiker sollten daran denken, dass das Öl im Nacken oder hinter den Ohren Kontakt mit der Haut hat und dort Ekzeme auslösen kann.

Eignet sich Kokosöl zum Abschminken?

Bestimmte Make-up-Produkte wie Lidschatten oder Mascara lassen sich nur mit Ölen oder öligen Präparaten lösen. Für Menschen mit trockener Haut spricht da nichts dagegen.

ikr
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.